… auch wenn man bei sich selbst klaut.



Auf den Photos seht ihr nicht das gleiche Heft, sondern einmal das Spielzeitheft 2004/5 von Bielefeld (jeweils oben) und einmal das Heft 2006/7 vom schauspielhannover (jeweils unten). Gleiches Format, über weite Strecken gleiche Farben und gleiche Bildpositionierung. Nahezu gleiches Spaltenraster. Und so weiter. Ich mag Heinrich Kreyenburgs Arbeiten eigentlich, weil er so a bisserl in einem britischen Stil à la Intro denkt, wenn auch bunter, er hat so eine grelle Sachlichkeit, die ich mag. Aber so heftig sollte man nicht einmal von sich selbst inspiriert sein. Und ich zerbrech mir hier den Kopf, mit Bielefelds Schriftzug (orange und dazu noch Versalien in Bold/light) mehr oder minder unfreiwillig zu derbe nah am alten Auftritt von Bochum herangekommen zu sein (es hat sich einfahc so ergeben)…. weia.
Im Idealfall, so wie ich es mit Oberender in Bochum z.T. hatte, ist die Zusammenarbeit mit einem Theater ein Privileg, weil man direkt an soziokulturellen Themen, mit klugen und engagierten Leuten arbeitet und wie ein Brennglas in die Stadt hineinleuchten kann. Auch mal böse sein darf, oder irritierend oder einfahc just plain silly. Du mußt dich nicht verkaufen, oft ist die Verweigerung des Anbiederns sogar ein Hauptverkaufsgegenstand. Als Theater machst du Kunst, deine Printkommunikation sollte das reflektieren und weiterspinnen, nicht langweilig sein. Ein wirklich mutiger Intendant, der diese Nähe von Radikalität und Popularität begreift, ein Chefdramaturg mit ehrlich künstlerischem Anliegen und dazu ein Designer, der oim Kultursegment preiswert arbeitet, weil er generell härter und kantiger sein will, mehr von sich in die Arbeit einbringen will… (was bei vielen Theatern irgendwie inzwischen verloren geht auf dem langen Treck durch Sponsoren und Aboverkauf)… das ist eine explosive Mischung, die unweigerlich Erfolg bringt. Klar… wenn wir scheiße waren in Bochum, waren wir unsäglich schlecht. Dramaturgengerangel, Leute, die mir Vorschriften gemacht haben, zu kurz gesprungene Ansätze. Aber wenn wir gut waren… whoa. Ich denke mal, Jan Frerichs denkt da genauso.
Ich mag das schauspiel hannover sehr. Absolut. Mutiges Haus. Thomas Laue, der jetzt mit Anselm Weber in Essen ordentlich aufmischen wird, hat da phantastische Sachen bewegt. Sehr schade, daß das Design sich nun damit begnügt, einen schnellen Aufguß des Vorjahresheftes eines anderen Theaters zu machen. Gibt sicherlich Gründe und Heinrich ist zu gut, um das so mirnixdirnix zu machen, aber auf den ersten Blick ist es eine vergeudete Chance für ein ambitioniertes Saisonheft.
29. Juni 2005 20:32 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Ich weiß nicht, warum ein T-Shirt-Laden eigentlich eine Art von Photosite ist, aber es ist mir auch egal. ;^D
26. Juni 2005 19:59 Uhr. Kategorie Design, Online. Eine Antwort.
«The day war was declared, a raiin of telephones fell clattering to the cobblestones from the skies above Novy Petrograd. Some of them had half melted in the head of re-entry, others pinged and ticked, cooling rapidly in the postdawn chill. An inquisitive pigeoin hopped close, head cocked to one side; it pecked at the shiny case of one such device, then fluttered away in alarm when it beeped. A tnny voice spoke: ‹Hello? Will you entertain us?› The Festival had come to Rochard’s World.».
Das ist ein Anfang wie aus dem Lehrbuch, der dich mit den ersten fünf Worten packt. Krieg wird erklärt, Telefone regnen vom Himmel, was sind Novy Petrograd und The Festival? Eine gute Dosis WTF-Feeling für einen ersten Absatz. Der britische Autor Charles Stross hält dieses Versprechen über weite Teile, auch wenn man dem Buch hier und da anmerkt, daß er zuvor eher Kurzgeschichten geschrieben hat, weil es gewisse Längen gibt (vor allem bei der Beschreibung von Schiffsmanövern oder beim Erklären von bestimmten Quantentheorien) und weil der Plot sich während des Buches schon etwas verlustiert. Wiedergutmachung erfolgt in Form eines recht bizarren Buches, daß ein gewisses Hardcore-50s-SF-Flair (Technologie-zentriert) mit dem eher soziopsychologischen Touch der 70s und fast halluzinogenen Konzepten verbindet, so daß im weiteren Verlauf eine gottähnliche Figur (Eschaton), ein surreale zurückgebliebenes zaristisch-kommunistisches «Rußland» , ein Infovore (d.h. ein Wesen, daß sich von Information ernährt), sprechende Hasen, Aliens mit Mundegeruch (the Critics) und allerlei andere Skurrilitäten auftauchen. Was nach einem Douglas-Adams-Ansatz klingt, erweist sich allerdings als weniger einfach-komödiantisch, sondern eher von deutlich zynischerem Humor geprägt, aber auch von einem spürbaren soziologischen Interesse an Was-wäre-wenn. Das Stross dabei seine Figuren oft nur skizzenhaft entwickelt (mit Ausnahme des Epilogs, der vieles wiedergutmacht) und der Plot mitunter etwas aus den Fugen gerät (und im Grunde herzlich wenig passiert und die meisten Ansätze nach viel Aufbau einfach etwas ausfizzeln), darf nicht davon ablenken, daß dieses Buch einige sehr solide Treffer über die Sinnlosigkeit des Konfliktes mit einer weit fortgeschrittenen Spezies landet, über das soziale Bewältigen von Culture/Future Shock, über soziale Evolution per se und über das Leben in einem Kosmos, in dem die Menschheit so etwas ähnliches wie Gott getroffen hat, der ihnen dann aber mächtig in den Hintern getreten und 2/3 der Menschheit im Raum und Zeit verstreut hat. Bizarre Satz- und Wortkonstruktionen (die mich um die Qualität einer eventuellen deutschen Übersetzung bangen lassen), irrlichternde Fieberkonzepte, die hier und da eine fast Lamsche Qualität erreichen und ein Mut zur Komplexität in einem zu oft auf Space Opera reduzierten Genre, lassen auf ein gutes Potential von Stross hoffen, ein Erbe von Leuten wie Asimov, Heinlein oder Clarke anzutreten und den eher klassischen sciene-orientierten hard SF für die Neuzeit aufzupolieren. Abwarten, wie Iron Sunrise und Accelerando sind. Next: Haunted von Chuck Palahniuk.
19:45 Uhr. Kategorie Buch. Keine Antwort.
Aktivierungsproblem immer noch akut, Telefon-Hotline bringt nichts, muß mal eine Fax-Nummer finden.
Photoshop und Indesign sind Speicherfresser, vor allem wenn sie simultan laufen. Selbst auf meiner Maschine ist die Arbeit an einer nur 150 MB großen Bilddatei und das PDF-Printen von 144 Seiten Broschüre nicht wirklich machbar, es gibt immer wieder Phasen, wo Photoshop das gesamte System ausbremst. Das war vorher etwas milder.
Ich vermisse die Alt-Tastenkürzel unglaublich. Ich bin 10 oder 20% langsamer in der alltäglichen Arbeit. Das ist fast ein Grund, PSCS2 wieder zu deinstallieren.
Eher eine Nebensache ist der fehlende Status-Balken für die Filter usw. Ich fand den sinnvoll. Das jetzt bei längeren Prozessen der unelegante OS-eigene Statusbalken eingeblendet wird, ist auch nicht die Rettung.
Der Fluchtpunkt-Filter funktioniert und ist eine wirkliche Alltagshilfe, allerdings unhandlich und unintuitiv. Man sollte ihn einfach nahtlos in die eigentliche Bildbearbeitung einbauen, gleiches gilt übrigens für Verflüssigen. Es wirkt etwas dusselig, wenn eine Applikation für einen Filter eine komplette Subapplikation starten muß… und es ist nicht gerade effizient.
Bei Indesign CS 2 ist das Farbmanagement umgestellt und ich frage mich gerade, was eigentlich richtig ist: Wenn Indesign das CMS übernimmt… oder wenn man im Drucken dem Postscriptdrucker das CMS überläßt.
Bei Indesign sind WIEDER die Alt-Tastenkürzel verändert worden. Freunde, das ist nicht lustig. Der Umgang mit Veränderungen von Version zu Version im Interface der deutschen Version ist, höflich formuliert, schlampigst.
Immer noch kein Link zur Garamond PremierPro OTF. Der Service von Adobe stinkt. Gewaltig. Die besten Informationen gibts gerade eben noch im Adobe-Forum. Wo sich übrigens zig User über die RAID-Problematik beschweren.
25. Juni 2005 08:52 Uhr. Kategorie Technik. 4 Antworten.
I was at Ruby Tuesday’s having lunch with my son.
Nearby, at another table was an elderly couple. The man was a World War II vet, as was clearly evident by the outfit that he was wearing (it looked as if they had come from the local lodge or some similar place). Clearly, they had been together for many lifetimes, still enjoyed one another, and appeared to be very much in love. I watched them for a long time.
I approached their server and asked her to put their check on my bill. She asked me why; I told her it didn’t matter why and asked her to do it, please. She did.
As the couple was leaving, they approached my table and asked why I had picked up their check. I told the man I just wanted to do something nice for them to thank him for his time in the service and for fighting for our country. A small thing to let him know that I appreciate his commitment to our freedom. He saw my cane and asked if I was in the service. No, I said and Nikko and I explained to them my situation, as they sat with us and had coffee. During my story, the woman began to cry. Her husband leaned over and kissed her tears (an old man, so sweet!). I said to them that that was the kind of love I’d like to find one day… someone who will spend a lifetime kissing away my tears. No, he said, this is my bride of just three weeks. We found each other late and are trying to make up for lost time.
Jonathan Carrolls Blog ist Pflichtlektüre.
08:40 Uhr. Kategorie Online. Keine Antwort.


Adbusting auf Tschechisch: Filip Remunda & Vit Klusak, zwei Satiriker und Filmemacher, parodieren den seltsamen Übergang ihres Heimatlandes vom grauen Sowjet-System zum grellen Konsumerismus in einem Film namens «Der tschechische Traum», indem sie einen Supermarkt bewerben, den es nicht gibt und die Reaktionen der Bevölkerung auf die letztendlich leeren Konsumversprechen filmen. Gratis wurden die beiden dabei unterstützt von Werbeprofis, deren Attitudes wiederum Teil des dokumentarischen Films sind. Das Endergebnis hört sich nach einer guten Dosis kafkaesken Humors an.via Bruce Sterling
08:20 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Weiter mit Hochdruck an den beiden Bielefelder Saisonheften. Beim Theater hat man sich für das Windrad-Logo entschieden, das die Zusammengehörigkeit der drei Segmente des Hauses symbolisiert. Spannend daran ist, daß der Intendant Michael Heicks sich genau für das Logo entscheidet, daß hier als allererste Idee und Reaktion entstand und von unserer dann in den Müll wanderte, weil ich es zu einfach fand. Heicks sah es vielleicht für drei Sekunden (zumal in einer anderen Fassung) bei unserer Präsentation über die Wand flackern und es hat ihn seitdem – auch in der ja wahren Flut weiterer Entwürfe von uns – nicht mehr losgelassen. Eine solche katalytische Reaktion ist etwas ganz besonderes, diese Liebe zu etwas, was fast vom Designer in den Müll geworfen wäre und sie zeigt ein besonderes Gespür, eine besondere Wahrnehmung, der ich blind vertraue. Es ist vielleicht nicht das Logo, daß ich selbst genommen habe, aber die Tatsache daß Michael Heicks wie ein Laserstrahl, wie ein Jagdhund treu und zielsicher an das Windrad glaubt, ist einzigartig und phantastisch. Heicks hat sich bisher in allen Gesprächen als unglaublich intuitiver, fast sanft-künstlerischer und zugleich doch sehr pragmatischer, greifbarer, un-esoterischer Mensch erwiesen, eine Fusion von Eigenschaften, die ich an anderen Partnern stets mehr als geliebt habe. Mein erster Eindruck, daß Heicks Elemente von Oberenders poetischer Intelligenz mit Hartmanns oder auch Steven Sloanes unglaublichem Fingerspitzengefühl für erfolgreiche und zeitgemäße Trends verbindet, bestätigt sich bei jedem Gespräch. Bei allem Stress auf beiden Seiten, der sich durch die Belastung, ein Theater zu leiten und zeitgleich ein neues zu erfinden, ergibt, hat sich jeder Kontakt mit dem Theater Bielefeld als für mich bereichernd herausgestellt. Susanne Wissen etwa hat im Umgang mit Sponsoren und Werbung und vor allem bei dem Ausbau des Heftes zu einem repräsentativen Start-Heft fast unmögliches gestemmt und wenn das Heft repräsentativer und großzügiger wirkt, so ist dies zu einem ganz großen Teil ihr Verdienst. Bis jetzt ist der Job hochanstrengend, weil Day&Night, und weil er viel Geduld vom TB verlangt, weil wir bis zur letzten Sekunde an Ideen feilen natürlich, aber Funfunfun. Good times. Ein Cover fürs Saisonheft gibt es noch nicht, es wird aber wohl eines der Baustellen-Bilder sein. Derzeit spiele ich da mit zwei groben Ideen, bei denen der Hefttitel «5/6» zum Bildelement der Baustelle mutiert. Einen richtigen Hefttitel wie «Umbau» o.ä. gibt es nicht, weil aus Sicht des Theaters zu negativ besetzt, aber mit 5/6 könnte ich gut leben, sehr reduziert und klar.

An dem Bild mag ich einfach, wie man erst sehr spät – beim Blick auf den Bagger – die wirkliche Dimension des Photos versteht. Wie gigantisch diese Baustelle ist :-D.
Oder:

Ein schöner, bescheidener titel, Schritte, die ins nichts führen, die wie frischen Schnee Neuland betreten. Ich glaube, dies wird ein starkes Cover werden, das Bild von Philipp Ottendörfer hat einfach was. Mag sein, daß man noch einen Titel auf das Cover nimmt, was ebenfalls sehr okay wäre, ein kraftolles, mutiges Wort, abwarten. Hier ist der Titel dezent versteckt, er steht auf dem Holz an der Wand:

Bei den Philharmonikern ist die Titelcover-Entscheidung gefallen (U2, 3 und 4 sind bei beiden Heften reine Werbefläche).
Es gab zwei Grundideen, einmal etwas in Richtung Lichtenstein, das die Mutation Mozarts zum Pop-Objekt auf den Punkt bringt.
Achtung Scribble, die Polka-Dots sitzen ganz schrecklich und das Gesicht ist Rohform, es ist noch kein Text in der Gedankenblase, aber die grundsätzliche Idee fand ich ganz okay…

Das ist es nicht worden, statt dessen gibt es ein Motiv, das etwa so aussieht. Bei mir ists immer irgendwie so, daß ich von zwei Alternativen, sobald ein Klient sich einmal entscheidet, azus welchen Gründen auch immer eher das abgelehnte KInd am liebsten habe (das müssen meine mütterlichen Instinkte sein), aber der angeknabberte Mozarttaler (echte Mäuse!) ist auch wunderschön und die Bißspuren passen auch phantastisch zum Hefttitel undzu der dann folgenden 32 Seiten langen Bilderstrecke mit Mozart-Sammelobjekten. Insofern haben Peter Kuhn und Tilmann Böttcher hier ohne Zweifel die richtige, die passende Wahl getroffen und ich bin beiden dankbar , daß sie die irre Idee, ein Saisonheft mit verschwenderischen 32 Seiten Mozartschneekugeln -flummies -schlüsselanhänger und und und zu machen, eine vielleicht verwirrende und einzigartige Sache gerade im Bereich der sympahonischen Musik, wo viele Spielzeithefte eher etwas konservativer sind. Jahr um Jahr erweisen sich die Bielefelder Philharmoniker als ein Traumpartner.

24. Juni 2005 23:15 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
Die Lizenzkonfigurationsdaten für Adobe Creative Suite sind nicht mehr verwendbar. Klicken Sie auf OK, um den Vorgang fortzusetzen. Bei Photoshop, InDesign, Illustrator und Acrobatr. Bei jedem dritten vierten Programmstart. Sehr unterhaltsam. Wirklich. Möchte gern wissen, womit Adobe sich da beißt. Ich vermute mal, es liegt an meinem 4er-RAID-Array, damit hatte CS1 nämlich bereits Aktivierungs-Probleme. Fuck: On certain RAID configurations, the license data or the machine identifier could be misconstrued. Da ich vier Hotswap-Platten habe, scheint mir das der wahrscheinlichste Grund zu sein. Und da fragen mich Leute noch, warum ich gegen die Aktivierung bin. It fucks up my system, that’s why.
Und nein, der Downloadlink ist natürlich nicht gekommen.
20. Juni 2005 16:22 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Bis jetzt ist KEIN Link zur GaramondPremierPro hier angekommen. Super
14:06 Uhr. Kategorie Technik. Eine Antwort.
Eigentlich ist ja entsetzlich, daß man sich mit miesem Servce abgefunden hat. Ein Anruf beim Technical Support von Adobe – der augenscheinlich auch in die Niederlande führt, führt natürlich zunächst in einem gruseligen VoiceMail-System, zu endloser Musik (bei der man froh ist, ein Headset zu verwenden, weil man sonst Nackenstarre bekäe) und schließlich zu einem Support.Mitarbeiter, dernicht wirklich gutes Deutsch spricht, mein Aktivierungsproblem als solches gar nicht versteht und mich an den Customer Service verweist. Der spricht NUR English, stellt mich alle drei Minuten in die Warteschleife, verspricht mir einen Downloadlink zur GaramondPremierPro, kann aber das Aktivierungsproblem nicht lösen. Eine Fax- oder eMail-Nummer gibt man mir nicht, so daß ich den Technical Support, der mich zum Customer Service durchgestellt hat, wieder anrufen darf.
Ernsthaft, der Service ist der letzte einsame Grund, noch legale Software zu kaufen. Der allerletzte. Service und Ehrlichkeit auf der Basis von Identifikation mit einem Produkt/Hersteller. Aber wenn ich mich als User mit Aktivierungsterror herumschlagen muß und im Kern weiß, daß ich mit einer gepatchten Version (oder einem Keygen) weniger Terror hätte und das gleiche Level an Null-Service, das aber für mal lockere 1200 Euro weniger… spinn ich denn? Adobe, steckt doch einfach weniger Geld in sinnlose Raubkopier-Sicherungen und mehr in den Service, das ist langfristig deutlich sinnvoller.
Ich bin ja mal gespannt, ob ich a) meinen Download-Link zum Font bekomme und b) der Technical Support mir mit dem Aktivierungs-Horror helfen kann. Ansonsten muß ich mir wohl eventuell wirklich einen Crack besorgen, um mit der legal gekauften Software stressfrei arbeiten zu können. Aber das wäre schon etwas absurd, oder?
12:02 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Ich muß nach wie vor nahezu bei jedem dritten Start von InDesign oder Photoshop oder Acrobat neu aktivieren, weil meine Lizenz angeblich nicht mehr gültig ist. Ausgesprochen userfriendly. Paranoid UND schlecht programmiert
07:12 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
19. Juni 2005 20:19 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Neuer Trailer. Gott, ich hoffe, der Film wird im Kino gezeigt. Das Buch zum Film ist recht unspektakulär, aber ich denke, der Film selbst wird nahezu surreal gut sein. McKeans Low-Budget-Kurzfilme waren schon gut, mit etwas mehr Budget im Rücken bin ich sehr gespannt auf die Ergebnisse.



via Neil Gaiman
13:51 Uhr. Kategorie Film. Keine Antwort.

Ein Großteil des guten Rufs, den New York bis heute genießt stammt aus dem kurzen Zeitfenster zwischen der Erfindung der Pille und der Entdeckung von AIDS. Auf diesen Bildern kann man recht nett sehen, wieso.
via Relicious
18. Juni 2005 23:59 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Toll, daß jedes der Programme von CS2 immer mal wieder der Meinung ist daß sich mein Computer verändert hat und ich immer und immer wieder neu aktivieren muß. Es hat schon seinen Grund, daß ich Activation für ausgemachten Quatsch halte. Sie bietet den Herstelern nicht mehr Sicherheit (was jemand programmiert, kann jemand anders patchen) und für die User ist es ein Nervtöter. Ich freue mich jetzt schon auf CS6 mit Eingabe biometrischer Daten.
23:29 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Irre.
Die Funktionalität der Alt-Menü-Tastenkürzel ist tatsächlich weg. Das läuft bei mir unter «real fucking problem». Das ist nun wirklich einen Bugfix wert, liebe Adobe-Macher. Mein workflow wird damit spürbar ausgebremst. Bei manchen Sachen weiß ich nicht einmal mehr, wie und wo ich die via Maus finde, weil ich seit Jahren so an bestimmte Alt-Kürzel gewohnt bin. Schon schlimm genug, daß ihr beim letzten oder vorletzten Upgrade die Ctrl-Kürzel teilweise modifiziert habt (zusammen mit urigen Änderungen in der Übersetung, so daß aus dem unsinnigen Ineinanderkopieren ein noch unsinnigeres Überlagern wurde), und jetzt auch noch das. Da kann ich ja gleich am Mac arbeiten ;-).
17:50 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Okay, ich deinstalliere mal ganz mutig PS8 und setze auf das Update. Die zahllosen Plug-Ins habe ich einfach herüberkopiert und es stellt sich heraus, daß ich nichts neu installieren mußte. Alle Plug-Ins laufen auch unter 9. Respekt, das war beim Wechsel von 7 zu 8 anders. Warum aber muß ich jedes Subprogramm erneut «aktivieren»?
Auch hier bringt mich die (erneute) Registrierung nicht zu dem in der beiliegenden Please-register-Broschüre versprochenen Garamond Premier Pro-Schriftenpaket. Das hätte ich aber schon gern :-D. Das ist auch psychologisch schlecht gemacht. Nach der Registrierung sollte der User direkt und unmittelbar seine Benefits genießen dürfen.
PS9 öffnet auch nicht spürbar schneller als PS8. Man muß sich wohl dran gewöhnen, daß die Zeiten, in denen Adobe-Software bei Updates etwas schneller wurden, vorbei sind. Ab jetzt ist es wie bei Microsoft: Jede Software bremst den Rechner etwas mehr aus.
Die Arbeit an einem Bild läßt sich entspannt an, die Filter laufen gefühlt etwas schneller, was aber an der kleinen Dateigröße fürs Testen liegen kann. Die untere Statusleiste, die anzeigt, wie weit ein Filter ist, ist nicht mehr da und ich finde bisher auch keine Möglichkeit, sie wiederherzustellen. Grrrr…
Der Verkrümmen-Filter ist natürlich Gold wert (wenn auch schon durch vergleichbare Plug-Ins vertraut) und für Arbeit an architektonischen Photos auch der Fluchtpunkt.
Die Blendenkorrektur ist gegenüber Tools wie LensDoc eher entsetzlich unhandlich und ineffizient.
Die neuen Weichzeichnereffekte sind eher lustig, es wird sich zeigen, ob sie in der Praxis etwas nutzen.
Mich ärgert extrem, daß die Alt-Menü-Tastaturkürzel verschwunden sind. Ich habe Kürzel wie Alt+l>w>g für den Gausschen Weichzeichner sehr tief in mir verankert. Oder zahlreiche andere Kürzel (Alt BV,, Alt LL, Alt AAA). Die vermisse ich sehr, das ist ein Riesenmanko in Sachen Interfaceeffizienz, weil ich schnell arbeite und die Maus mich ausbremst. Einer der großen Vorteile von Windows gegenüber Mac war immer diese zweite Art von Steuerung via Tastatur über Alt+Buchstabenkürzel. Trotz der individualisierbaren TastaturShortcuts kann ich diese Alt-Ebene jetzt offenbar nicht mehr nutzen. Das ist schlecht. Sehr schlecht.
Adobe Bridge ist praktisch, zeigt aber z.B. keine eps-Photoshop-Bilder als Thumbnails an (Update: doch, Bridge kann eps, stellt diese aber SO unegmach langsam dar, daß es keinen Sinn macht, das Tool hierfür zu benutzen)und steht auch ansonsten hinter Lösungen wie FotoStation zurück. Gut finde ich die Filterung nach Wertung und gegenüber dem bisherigen Dateibrowser von PS ist Bridge sicherlich ein Fortschritt, aber es fehlen mehr Darstellungsoptionen, mehr Tempo und vor allem eigene Aktionen wie Farbmodusänderung, Skalierung und so weiter, wie eben bei FSPro gegeben. Das Bridge in jedes Programm nahtlos eingebaut ist, macht’s insofern eher schlimmer als besser :-D. Gute gemein, schlecht gemacht. Wenn Photoshop EPS speichern kann, sollte Bridge die Bilder auch schnell thumbnailen können. Features wie HTML-Pages à la Jalbum und exportierbare Exe-Diashows wären ebenfalls sinnvoll. Bridge scheint aber stabiler zu laufen als FSPro.
Update: InDesign übernimmt die Einstellungen meiner eigenen Tastaturkürzel nicht. Der Satz wird zwar angezeigt, die Kürzel funktionieren abe rnicht mehr. Muß ich also alle neu definieren. Na super :-(.
13:52 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Creative Suite ist nach heute angekommen und ich glaube, ich werde mal ein bißchen Langzeitbloggern, wie es sich so damit arbeitet. Im Grunde wird es nicht viel zu nörgeln geben, da die Updates von Adobe meistens top notch sind. Obwohl ich aus politischer Hinsicht an CS2 einiges zu meckern habe, da ich zum einen den Trend zur Aktivierung absolut besorgniserregend finde, zum anderen die Suite an sich die monopolistischen Bestrebungen von Adobe und den Weg zum jährlichen festen Update-Abo ohne große Programmverbesserungen bahnt, so ist vor der Software an sich der Hut zu ziehen.
Die Installation verläuft relativ einfach uns streßfrei. Zu nörgeln gibt es aber bereits jetzt, daß a) Acrobat 6 manuell deinstalliert werden muß, so etwas sollte in die Installationsroutine automatisch einfließen. Dito Photoshop und Indesign. Ich kann PS nicht vor der Installation von CS2 deinstallieren, weil es ein Upgrade ist und ich keine Lust habe, die Installations-CD herauszusuchen. Während der Installation gibt es anscheinend keine Möglichkeit, die jeweiligen Vorgänger von PS, Illu und Indesign gemütlich mit zu deinstallieren… und macht man es nachträglich, ist die Wahrscheinlichkeit, dabei wichtige Dateiverbindungen zum Photoshop zu löschen und danach von Hand wieder re-definieren zu müssen, leider hoch. Bin jetzt schon gespannt, ob .eps-Dateien noch zum Photoshop hinführen oder (seufz) zu Illustrator. (Interessanterweise startet eine Tif-Datei immer noch den CS1-Photoshop). Die Installationen laufen leider ohne weitere Abfrage (wie etwa nach zu installierenden Subkomponenten), was ich als jemand, der sich bereits beim Installieren gerne die Software individualisiert, etwas schade finde.
Updates werden automatisch gesucht, ein Feature, das man als Internet-Paranoiker auch abschalten kann. Manche der so gefundenen Updates sind dann allerdins gar nicht mehr «downloadable», was einen eher verwirrenden Gesamteindruck hinterläßt. Die Aktualisierung der Acrobat-Patches allerdings lief nahtlos und wie von Acrobat 6 gewohnt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses «Wir nehmen den User an die Hand» wirklich so mag, aber im Licht der gesamten Marketingstrategie von Adobe macht es wohl Sinn.
Die Registrierung verspricht mir AdobeGaramond Premier Pro, eine OTF-Schrift vom allerfeinsten, die ich schon gerne hätte… aber ich finde sie nirgendwo. I’ll keep looking.
InDesign startet langsam, hat aber vielversprechende neue Features. Meine eigenen Tastaturkürzel und mein eigener Platzhaltertexte ist mit dem Kopieren der entsprechenden alten Dateien erledigt (obwohl auch hier eine Routine in der Installation schön wäre). Allein die Fußnotenverwaltung, die besseren Word-Importfunktionen und die Objekt-Formatvorlagen dürften das Upgrade wert gewesen sein. Das Adobe einen eigenen Dateibrowser (im Öffnen/Speichern-Dialog, ich meine nicht Bridge) optional anbietet, ist eher irritierend, weil ich den von Windows sehr auf meine Bedürfnisse zugeschnitten habe (mit eigener Places-Bar usw.), aber es ist ja nur optional. VersionCue ist als Idee gut, ich finde nur nach wie vor keinen Weg, die Dateien so zu speichern, wie ich es will UND mit Cue zu arbeiten, da muß ich mal tiefer einsteigen. Das Interface ist fast 100%ig unverändert, man kann sofort einsteigen, die Neuerungen erschließen sich mit etwas Herumspielerei in der Arbeit.
to be continued…
10:49 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.










































17. Juni 2005 19:43 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
Anstatt CS2 habe ich bei Amazon aus Versehen CS1 noch einmal bestellt. Und natürlich hier vor lauter Vorfreude sofort ausgepackt (d.h. die Siegel aufgebrochen) und erst auf den zweiten Blick gemerkt, daß es Creatve Suite 1 ist. Clusterfuck. Bleibt zu hoffen, daß Amazon so kulant ist und CS1 gegen CS2 austauscht. Das neue Design ist eben doch zu nah am alten dran… ich habs absolut nicht gemerkt. Im Zweifelsfall habe ich sonst 900 Euro verschenkt. Super.


Update: Amazon nimmt CS1 zurück und ich kann CS2 neu bestellen. Uff… auch wenn CS2 Premium als Upgrade schon teuer kommt.
16. Juni 2005 12:38 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Hier regt sich der Zwiebelfischli Bastian Sick im Spiegel gerade über die Anführungszeichenwut der Deutschen auf. Was alles gut und schön wäre, wenn nicht dieser Artikel – wie ja die gesamte Spiegel Online Site – seine Zitate komplett in Zollzeichen setzen würde. Sick schreibt hier permanent von Anführungszeichen und Gänsefüßchen – nur verwendet er sie nicht einmal, sondern nimmt stattdessen selbst die aber mal sowas von absolut falschen Zeichen. Schon etwas peinlich.
Man fühlt sich bei sowas immer wie ein alter Krieger auf dem Rückzug. Wie soll man den Studenten beibringen, daß korrekte Mikrotypographie absolut entscheidend ist, wenn jeder TV-Sender, einige Zeitungen, zahllose Broschüren und Werbemedien und sogar Magazine wie der e-Spiegel es permanent falsch vorleben? Dabei gibt es online nahezu keinen Grund zur Verwendung falscher Anführungszeichen (und onscreen im TV schon gar nicht). Wenn jemand die Verlotterung der deutschen Sprache veralbert, dabei aber selbst mit bestem Beispiel vorangeht… das tut schon weh.
09:23 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Ganz kurz (und mit zugegeben sehr schlechten Knipsbildern): Heute ist Glauben angekommen, frisch aus der Druckerei, Freitag ist die Buchpremiere. Das Cover nach drei frustrierenden Jahren in denen nichts lief, wie es sollte (Duftlackcover, bedrucktes Spiegelcover und bei Trost die Stanzung, je dreimal von den Druckereien komplett versaut…) diesmal ausnahmsweise mal wirklich so, wie von mir geplant war, also mit anständig gedrucktem Metallicton, mit partiellem UV-Lack auf den Planeten vorn und hinten und mit einem kleinen Gimmick, ein kleiner Strass-Stein, der von Hand aufgeklebt wird. Der UV-Lack hat für einen so kleinen Verlag ordentlich Geld gekostet und der Stein wird viel Arbeit machen, insofern ein großer Dank an Thomas Schmitz, der Kosten und Mühe nicht gescheut hat.


15. Juni 2005 22:33 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
Drei kurze Plakatentwürfe fürs Theater Bielefeld. Bevor da jetzt allerlei Änderungen und Logos und Text draufkommen, wollte ich kurz die reinen Scribbles festhalten. Die Zeichnungen sind natürlich von René. Mein Favorit ist die dritte Variante. Eigentlich das einzige Motiv, das überhaupt wirklich in Richtung «Plakat» geht. Der Rest ist eher Kinderbuchcover… zu kompliziert, zu diffus. Alles natürlich noch nicht final: die Schrift ist noch nicht manuell ausgeglichen, und so weiter.
.



14:53 Uhr. Kategorie Arbeit. 2 Antworten.


Wie ich immer sagen: wer mit SF aufgewachsen ist, für den ist die Welt in diesen Tagen die Erfüllung eines Versprechens, das dir in deiner Kindheit gegeben wurde. Auf der 2005er Expo in Japan wurde gestern Repliee Q1 vorgestellt… und da erinnert nicht nur der Name an PK Dicks Replicants. Hiroshi Ishigurus Android hat bisher recht primitive 31 Artikulationspunkte/Gelenke, die Haut ist nur aus Silikon imitiert, aber aus einiger Entfernung ist die Ähnlichkeit schon täuschend, wie ich finde. Primitiv wie s/w-Fernsehen, aber man braucht hier nur noch wenig Phantasie, um zu sehen, wo der Weg hinführen wird.
Mehr und mehr und mehr und mehr und Video…
09:47 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Momentan ist irgendwie jeder krank. Bei mir ist es wirklich jedes Jahr das gleiche: Heuschnupfen, daraus wird dann mehr, Grippe oder sowas, und ich schwöre mir jedes Jahr im Herbst einen Desensibilisierung zu machen und vergesse im Herbst natürlich prompt wieder, wenn die Symptome abgeklungen sind. Ich habe heute nacht zwei Stunden schniefend im Bett gelegen, keuche rum und vor mir stapeln sich die Taschentücher. Das lustige ist, daß ich Heuschnupfen erst so seit fünf Jahren habe, seitdem aber mit schönster Regelmäßigkeit und eskalierender Heftigkeit. Das blöde ist, daß man sich als Selbständiger nicht einfach mal krank melden und ein zwei Tage auskurieren kann, sondern eben etwas verstrahlt vorm Rechner sitzt und die Jobs macht. Mann, ich hasse diese blöden Zivilisationskrankheiten… wir fliegen zum Mond und kommen nicht gegen ein paar Pollen an.
09:16 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Lightspace™ provides cutting edge interactive lighting and entertainment products to numerous industries including Nightclubs, Family Entertainment Centers, Theme Parks, Fashion Shows, Special Events, Stage Lighting & Sound, Health Clubs and Architectural Lighting & Design. The Lightspace™ patent pending technology creatively engages and interacts with people to immerse them in a new experience of interactive visual and audio effects enhancing their overall enjoyment as they dance, play, workout and generally have fun.
Hier…
via Future Feeder
09:06 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Future Feeder berichtet über ein Nasenspray, das Vertrauen chemisch fördern soll. Der Hauptbestandteil Oxytocin ist ein durch Stimuli wie Sex oder die mütterliche Brust geförderter natürlicher Botenstoff im Hirn und soll die Entstehung sozialer Zuneigung begünstigen. Schöne neue Welt. Mehr…
14. Juni 2005 22:16 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

13. Juni 2005 18:43 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
Roger Waters spielt für einen Gig wieder bei Pink Floyd.
18:31 Uhr. Kategorie Musik. Keine Antwort.

Filmplakate aus den 50ern, teilweise in recht hoher Auflösung. Exzellent. Eine Epoche, die aus der amerikanischen Paranoia von Atomarmacht und Kaltem Krieg absolut unvorstellbar kreative, seltsame, trashige Filme hervorbrachte, die die Zeitgeist-Ängste einer ganzen Generation umfaßten.
09:26 Uhr. Kategorie Design. Eine Antwort.


US-Supermärkte vergangener Zeiten, 50er-Jahre-Futurismus. Die ganze Website ist ziemlich interessant.
via c-blog
09:19 Uhr. Kategorie Design, Online. Keine Antwort.
Für das finale Programmheft der Philharmoniker in dieser Saison war etwas Nachtschicht im Photoshop nötig. Passend zum Faust-Plakat haben wir weitere Maskenbilder gebaut. Hier sind zwei davon…


12. Juni 2005 23:30 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
Für September/Oktober suchen wir neue Praktikanten. 6 Monate, besser 12 Monate.
Bewerbungen einfach an schellnack@nodesign.com
15:41 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.

Die ersten Entwürfe fürs Bielefelder Saisonheft-Cover sind leider begraben, weil Michael Heicks schon lieber ein Photo auf dem Cover hätte. Was sicher insofern begründet ist, als daß wir innen durchgehend auf Photographie setzen, aber leider habe ich kein Motiv, das aus meiner Sicht kraftvoll genug für ein Cover wäre. Insofern wäre eine Graphik, die zugleich die Möglichkeiten eines spezifischen Logoentwurfs von mir dokumentiert und die obendrein den maximal möglichen Weggang vom Look der vorherigen Intendanz bedeutet hätte (und insofern ganz einfach auch ziemlich aufgefallen wäre), schon eine gute Lösung gewesen. Schade drum.
Achtung: auch hier sind es grobe Computer-Scribbles, keine finalen Versionen.
11. Juni 2005 20:21 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.

via Bruce Sterling
18:36 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Schönes Interview mit Matthias Hartmann in der Weltwoche.
Hier gibt es den Spielplan der kommenden Saison von Hartmann in Zürich. Leider ohne Bilder, was nach dem Nachwort von Thomas Oberender an die Designer von formal etwas schade ist. Thomas bleibt hier weiter an dem Motiv, aas seine Arbeit auch in Bochum schon seit einigen Jahren prägte, mit Hanson und Strauss als zentralen, hier explizit genannten Leuchttürmen. Oberender, der Autor, setzt die eigene künstlerische Suche fort und benutzt dabei die Möglichkeiten, die Tools, des Theaters, als Krücken. Er mißbraucht das Theater für seine eigenen Zwecke, macht die Bühne zur Schreibmaschine. Die Arbeit als Theatermacher reiht sich fast nahtlos ein in Essays und eigene Stücke. Man ist dies gewohnt von bildenden Künstlern, wo der «Maler» auch in Bronzen und anderen Medien (Film, Design) seine Suche nach dem eigenen Ausdruck fortsetzt. Im Wortbereich ist dies so deutlich eher selten spürbar, vom dienstleistenden Charakter des Wortes verwässert. Die fast sakrale Suche nach dem «Menschen», sei es in der flüchtigen Notiz des Alltags oder in der semisakralen Überhebung, ob im Intimen oder im Gesellschaftlichen, die Decodierung des Banalen, prägt Thomas und damit anscheinend auch das Schauspielhaus Zürich, das programmatisch (zumindest augenscheinlich) weitgehend seine Handschrift trägt, vielleicht noch mehr als Bochum es bereits tat. Es mag täuschen, aber von der Auswahl der aus Bochum mitgenommenen Crew bis hin zu den Stücken wird in Zürich ohne allzu große Experimente das Bochumer Erfolgsrezept fortgesetzt. Das ist zunächst ein guter Start – warum nicht mit dem anfangen, was ja ganz offenbar funktioniert hat? – aber ich hoffe, Matthias, Thomas, Klaus und Volker haben die Lust, sich selbst neu zu erfinden, solange sie in dieser Konstellation noch zusammen sind, sich wie die Beatles faktisch selbst zu widerlegen, um so erst (und nur so) final zur Legende zu werden. Die Beatles wären vergessen, wenn sie ewig Songs wie I wanna hold your hand gespielt hätten. Radiohead sind ein weiteres Beispiel, die sich von der Alternative-Gitarrenband weit jenseit vom Vorbild Pink Floyd zur Konzeptband erhoben haben und denen somit jetzt künstlerisch somit alle Wege offenstehen. Den fast unwiederholbaren kommerziellen und (mit Abstrichen) auch kritischen Erfolg hatten sie in Bochum, wo die Publikumszahlen sich fast verdreifachten, Hartmann zu einem der gefragtesten Intendanten wurde und Thomas selbst als möglicher Intendant emergierte. Es wäre sinnvoll, in Zürich etwas ganz anderes zu machen, denn der Erfolg wird sich nicht 1:1 wiederholen lassen (das wird im Interview bereits ansatzweise spürbar) und selbst wenn, wäre es etwas schal, einfach nur ein «Sequel» produziert zu haben, ein Serienprodukt mit leichter Variation. Matthias ist noch einen Schritt weg von seinem persönlichen Olymp (Wien), Thomas wird nach ein oder zwei (fast unnötig scheinenden, sicher aber spannenden ) Umwegen sicher ein großes Haus führen können… und ich hoffe, daß endlich jemand auf die Idee kommt, Klaus Mißbach als Intendant zu entdecken. Mit derart sicheren Karrieren und in solchen Höhen angelangt, wäre es gefährlich, sich auf das Vertraute zu verlassen, somit berechenbar und durchschaubar zu werden.
10:05 Uhr. Kategorie Live. Keine Antwort.
A German city is rushing to install a series of drive-in wooden “sex garages” in time for next year’s Soccer World Cup and an expected boom in the local sex trade, a city official said on Wednesday. Dortmund, one of 12 cities to host World Cup matches, is anxious to keep prostitutes and their clients off the streets by providing them with discreet places to do business.
Mehr…
via, absurderweise, Warren Ellis
09:02 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.

08:20 Uhr. Kategorie Musik. Keine Antwort.
Exactitudes ist ein Portraitserien-Projekt des Rotterdamer Photographen Ari Versluis, das seit 1994 läuft und die Konformität in Dress-Codes verschiedener subkultureller Gruppen dokumentiert, indem die verschiedenen Menschen in gloeicher Umgebung und in gleicher Pose dargestellt werden. Die Bilder machen spürbar, daß in der Massenproduktionsgesellschaft angestrebte Individualität durch Kleidung und Styling doch immer nur zu einer Uniformität führt, weil sich statistisch genügend Menschen aus dem gleichen Meme-Pool bedienen und die gleichen Ideen mit den gleichen Mitteln umsetzen.




via Future Feeder
07:52 Uhr. Kategorie Design. Eine Antwort.

Normalerweise geht ein Logo an sich bei mir recht fix. Im Vorfeld quasselt man lange, denkt lange nach und dann macht man recht schnell eine für den Kunden oft enttäuschend simple Lösung, die aber paßt. ikf° saß auf den ersten Schlag.
Beim Bielefelder Theater sieht die Sache irgendwie anders aus. Was von Susanne Wissen, die das Logo dringend für die Öffentlichkeitsarbeit braucht, einiges an Geduld erfordert. Das, was mir gefällt, fällt durch, manchmal merke ich in der Anwendung, daß eine vom Kopf her gute Idee eben zu verkopft war. Bereits in der Präsentation gab es drei Ansätze, die ich alle recht gern durchgezogen hätte, und inzwischen blicke ich fast selbst nicht mehr durch vor lauter Scribbles, angerissenen Ideen und den komplett durchgezogenen Sachen. Aber nachdem ich das doch eher einfallslose Logo von Mannheim gesehen habe, hätte ich gerne etwas, was einfach ist, spielerisch ist, eine gewisse Kraft und Klugheit hat und eine gewisse schlicht-moderne Künstlerischkeit hat. Weil das unterm Strich dann das passende Logo für Michael Heicks wäre. Und natürlich, weil ich ja hoffentlich möglichst lange damit arbeiten muß. WENN ich die Geduldsüberspannung jemals wieder gutmachen kann.Für die Präsentation eines neuen Ansatzes, den wir heute (simultan mit 128 Seiten Spielzeitheft, uff) in eine interne Vorpräsentation gegeben habe, hat Julia einige TFT-Screenshots alter Ansätze gemacht. So richtig kann/soll man die Logos nicht drauf erkennen, aber ich fand die Bilderorgie trotzdem lustig. Ich hoffe, der jetzige Tangram-Ansatz hat Erfolg. Letztenendes kann/soll man die Vielfalt von Theater vielleicht nicht in ein Logo zwängen. Wenn man noch dazu so wie ich zu visuell übersimplen oder überkomplexen Anti-Logos neigt und zugleich eine tiefe Abneigung gegen rein grafische Logos hegt (obwohl in dem Bilderstrom unten einige davon sind, das kommt bei Herumspielen eben), wird es extrem schwer, etwas zu finden, das dem eigenen Bild von Theater gerecht wird und zugleich dem sicherlich richtigen Wunsch der Intendanz, eine Einheit-in-Dreispaltigkeit zu visualieren.
Die Sachen sind totale Scribbles und zum Teil nur rasant schnell festgehaltene Ansätze, was teilweise auch eine gewisse Beliebigkeit erklärt. Nichts davon ist wirklich richtig «echt» oder fertig. Obwohl ich einige Ansätze sehr vielversprechend fand, wie etwa die Trockel-Kreise.
10. Juni 2005 20:19 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
So, genug leichte Kost. Hier jetzt der Text für das BLOG-Magazin der Ruhrakademie. Ich hatte keine vorgaben und wei0 nicht, ob der Text was taugt. Geschrieben in etwa 10 oder 15 Minuten und ohne redaktionelle Richtung oder Vorgaben dementsprechend nicht besonders anspruchsvoll, aber adrenalingetrieben…
Die Frage ist ja nicht, was du als Student von mir willst. Du kriegst von mir, was ich geben kann. Das ist nicht immer genug, wahrscheinlich niemals genug, aber hoffentlich gut genug. Wenn ich kann, überlade ich dich mit Eindrücken, mit Ideen und Ansichten und Bildern… und aus der Flut nimmst du mit, was du tragen kannst. Was vielleicht erst viel später für dich wichtig wird. Wenn ich kann, rede ich zu schnell, zu viel und verwirre dich, wo und wie und soviel ich nur kann, nehm dir deine Sicherheiten. Wenn ich kann, bin ich eine Wand, vor die du deine Bälle wirfst. Dein Vollarsch-Drill-Sergeant und der, mit dem du nachts via ICQ über deine privaten Probleme reden kannst. Was du von mir willst, ist nicht die Frage.Was ich habe, kriegst du.
Was ich von DIR will, ist wichtig. Die Ruhrakademie ist keine FH, sie filtert nicht aus Hunderten von Aspiranten die 50 besten aus, sie nimmt dich nicht wegen deiner Mappe, sondern weil sie an dich glaubt. Das ist erst einmal eine Schwäche. Und dementprechend schlecht sind viele der Arbeiten an der RA manchmal. Die Hochschul-Designer sind oft bereits vor dem ersten Semester schneller, härter, weiter. Weniger naiv. Der Mappentest härtet ab, selektiert ganz sozial-darwinistisch die Schwachen aus. Unterm Strich kein unpragmatischer Weg, an eine Elite zu kommen. Aber ist Elite dass, was durch einen uniformierten Bewerbungsprozess kommt, sinnlose Aufgaben erfüllt, sich anbiedert und anpasst, um die Mappe Dozentengerecht zu kriegen? Ist das Kunst, ist das Design? Ist das der Spirit, den wir brauchen… die Konkurrenz-Mentalität von vielen kleinen egomanischen kleinen Ich-AGs? Man sieht, wie der Design-Markt der Eitelkeiten heute funktioniert und er ist das Ergebnis dieses Prozesses, der Verhochschulung von Design, des Gegeneinanders. Vielleicht ist schon die Idee, dass man sein Können mit einem Diplom besiegelt haben muss, dass ein Diplom dich erst „echt“ macht, schon der falsche Ansatz. Was du hast, sind vier Jahre. Fordere dich und deine Dozenten und nutz die Chance. Form dich. Das ist eine andere Art, vielleicht die bessere, an eine Elite zu kommen. Es ist viel mehr Arbeit, für Dozenten, für die Schule, für die Schüler, aber sie ist viel lohnender und spannender und fairer. Die Ruhrakademie sollte langfristig ein Eliteinstitut sein, es gibt keinen anderen Weg für eine kleine Designakademie im Konkurrenzmarkt als einfach die Besten hervorzubringen, aber der Weg kann und sollte nicht der einer FH sein, im Gegenteil.
Was ich von dir will, ist wichtig. Denn als Dozent arbeite ich hier nicht mit vorgefilterten Semi-Profis, die schon wissen, wie sich die Thesis von der Legato unterscheidet und wer Jürgen Teller und Bruce Mau sind. Die schon von selbst nach Berlin zur Typo fahren oder zur Face2Face. Ich arbeite oft mit naiven blutigen Anfängern und manche von euch sind im Mappentest gescheitert, oder haben’s nicht mal erst an der FH versucht. Versteh mich nicht falsch, ich sehe das nicht als Nachteil. Das du nicht geformt bist, heißt nicht, daß du kein Talent hast. Talent hat nichts mit Mappe zu tun und nichts damit, wie viel Know-How du besitzt. Guck dir David Carson an.Aber nimm die Sache hier auch bitte nicht als gegeben hin. Das hier ist deine Chance, keine Ausbildung wie zum Friseur oder Bäcker. Wenn du das erwartest, hey, wir brauchen bestimmt noch viele Landschaftsgärtner und Fleischergesellen. Tschüß, nett dich gekannt zu haben, it’s nothing personal. Aber ansonsten: Hau rein, Fang jetzt an. Nutz die kleine Schule hier, wo du nicht drei Tage auf einen Dozententermin wartest, wo du in der Cafeteria mit deinen Lehrern zusammensitzen kannst, wo der Gemeinschaftsgeist ein ganz anderer sein kann, wenn du nur willst. Hier zu sein ist nicht selbstverständlich, nur weil du monatlich deinen Beitrag zahlst. Eine gute Design-Akademie ist eine Chance, keine Schule.
Wichtig ist also, was ich von DIR will. Denn wegen dir bin ich ja hier. Nicht wegen dem Gehalt und Ruhm oder Ehre. Sondern um zu sehen, was du mir geben kannst. Was ich sehen will, ist, dass du arbeitest. Härter als du es gerne willst. Wenn da Blut unter den Fingernägeln ist, prima. Ich will, dass du nachts meinen Namen verfluchst. Ich will Ringe unter den Augen sehen bei Präsentationen. Man wird kein Profiboxer ohne permanent in den ring zu steigen, zu verlieren und immer wieder neu anzufangen. Man wird kein Photograph ohne Tausende von schlechten Photos, kein Designer ohne zig verkackte Entwürfe. Keep moving. Beschwer dich nicht, wenn es anstrengend wird, der Job ist anstrengend. Das Leben ist anstrengend. Lerne, mit weniger Schlaf auszukommen, wenn du Designer werden willst, Stress und Frustration sind in diesem Job deine treuesten Gefährten. Wenn du weich sein willst, mach was anderes. Bitte. Schlechte und faule Designer gibts doch genug, oder? Und das hat nicht nur mit dem eigentlichen Arbeiten zu tun. Ich will, dass du die vier Jahre nimmst, um mehr Bücher zu lesen als je zuvor in deinem Leben. Nicht nur Design-Bücher, sondern auch Philosophie, Soziologie, Kunst, Kultur, Musik, Managementtheorie. Mach dich dreidimensional. Gewinn Tiefe. Lass dich verändern. Vergiss´, was bisher deine Vorstellung von gut und schlecht, hübsch und hässlich war. Geh in die Breite und in die Tiefe und schau, was du ans Licht zerren kannst, welche Theorien und Ideen dich begeistern. Hab keine Angst, auch einfach ziellos, explorativ zu driften. Du kommst schon an dein Ziel. Mach Fehler, imitiere, was dich begeistert, mach Fehler, verlass dich nicht auf die Tools, die du schon kennst, schalte deinen Computer aus, mach Design mit der Kettensäge, mit Essen, mit Schrott… mach mehr Fehler, erfinde neue Systeme, geh feiern, verzweifele an dir selbst, lerne zu spielen, streite dich, arbeite mit anderen zusammen, besprich dich nicht mit deinem Kopf. Lerne, zu brennen. Und fang jetzt damit an, irgendwo, sofort. Vergiss, dass du später mal mit Design dein Geld verdienen wirst und vielleicht in einer B-Agentur Anzeigen für Damenbinden layouten musst. Vergiss, dass du später mal der nächste Mike Meiré sein willst. Das kommt alles von selbst, dafür hast du jetzt keine Zeit. Fang einfach an. Denke bösartiger, denke subversiver. Entwickele Ideen, die mich anekeln, schockieren, begeistern. Studenten, die ich nie vergesse, dass sind die, die sich bei einer Präsentation die Haare abrasieren und sich mit Mett oder Kuhaugen bewerfen. Die Motorhauben beschriften und zehn Meter lange LKW-Planen. Die aus Frühlingsrollen Alphabete formen. Die ein Booklet daraus entwickeln, dass sie ein Huhn gekauft, geschlachtet, gekocht und gegessen haben. Die mich fiktiv entführt und getötet haben. Die halb Dortmund mit „Sinnlos“-Stickern bekleben. Die einen Tag im Bärenkostüm durch die Stadt rasen.
Wichtig ist, was ICH von DIR will. Ich will mich in dich verlieben dürfen. Das ist alles.
Und jetzt fang an.
00:00 Uhr. Kategorie Stuff. 7 Antworten.

Die Celebrity.Mania schlägt neue Wellen. Life is good.
via defamer
9. Juni 2005 22:58 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Pattern Recognition ist ein (im O-Ton) absolut wunderbares Buch. Sowas verdient gute Cover. Ein paar davon findet ihr hier.HDSchell
22:14 Uhr. Kategorie Buch. Eine Antwort.
Ich:
http://www.nodesign.com/forum/viewtopic.php?t=685&highlight=japan
Rest der Welt zieht nach:
http://www.azcentral.com/ent/pop/articles/0609asiacool09.html
Just kidding of course. ich kann gar nicht die Zukunft vorhersagen. Aber hütet euch am Samstag vor Frauen in roten Pullovern.
19:59 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Eigentlich wollte ich heute meinen sehr aus der Hüfte geschossenen Text für das Ruhrakademie-PDF-Magazin Blog veröffentlichen, weil ich mal davon ausgehe, daß der so seltsam ist, daß er ohnehin nicht übernommen wird. Dann ist mir aufgefallen, daß es hier mit den beiden «1500»-Texten schon genug Crazy-HD-Texte für ein zwei Tage gibt und ich den ähnlich gelagerten BLOG-Text deshalb doch noch etwas verzögern sollte, bevor jemand mir eine Großpackung Ritalin zukommen läßt. Um übrigens ein paar akute Fragen zu den beiden Texten zu beantworten: Nein, ich habe keinen Weltschmerz, mein Adrenalinpegel ist normal, ich bin sehr glücklich mit meinen Kunden (wenn auch etwas überarbeitet, aber das ist eher gut als schlecht) und allem drumherum auch. Alles bestens, danke der Nachfragen. Ehrlich gesagt, bin ich überrascht, daß sich überhaupt wer durch diese Bleiwüsten kämpft. Das geht doch online gar nicht… macht was sinnvolles mit der Zeit.
Apropos: zurück zu Wichtigerem:Aliens entführen unsere Kinder. Das geht doch nicht. Aber seht selbst. Und denkt daran, eure Schutzmützen stets dabeizuhaben.
via Tom Peyer
18:22 Uhr. Kategorie Stuff. Keine Antwort.
Tori Amos hat in Australien einen Song für die (und von der) anscheinend an Krebs erkrankte(n) Kylie Minogue gespielt. Ich weiß ncht, ob es ein Bootleg ist und wie lange der Download aktiv ist, aber es ist sicher einen Klick wert, zu hören, wie Tori Can’t get you out of my mind interpretiert.
14:38 Uhr. Kategorie Musik. Keine Antwort.

Die neue Quark-Kampagne ist hinreißend. Echt. Wirklich. Mein letztes Design macht andere Menschen zu Millionären, behauptet da Chee, Senior Designer, der gern auch mal Lottoscheine gestaltet, mit der Grammatik aber auch mal Probleme haben darf. Wo Chee arbeitet, wissen wir nicht. Vielleicht in irgendeiner Datenbank für politisch einwandfreie Motive,vielleicht bei Benetton. Um Chee geht es ja mal auch gar nicht, obwohl man vielleicht aus Angst vor chinesischen Dumping-Preis-Designern schon zuerst etwas zusammenzuckt. Nein, es geht um Quark. Um XPress. 6.5. Schön erstmal, daß Quark als letzte Firma an solchen Nummern festhält.
QXP kann jetzt tolle Sachen. Die bisher nirgends nicht gingen. Ebenen, PSD-Import (einfach so, schon irre), Excel-Tabellen-Import und… Vollhammer: MEHRFACHES WIDERRUFEN.
Toll.
Mal abgesehen davon, daß «Widerrufen« eine wunderschön unbürokratische Eindeutschung von Undo ist (statt des öden Rückgängig), würde ich mich wirklich freuen, daß Quark das jetzt plötzlich alles kann. Wenn ich nicht schon seit paar Jahren mit InDesign arbeiten würde, das seit Jahren diese Features bietet. So wirkt es eher ein wenig wie spät-realsozialistische Ankündigungen…
Aber Quark kann noch mehr: «Falls Sie jemals mit QuarkXpress gearbeitet haben, wissen Sie bereits, wie Sie QuarkXPress 6.5 nutzen.» Ja, da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt vor Freude. Einfahc so wissen, wie man eine Nachfolgeversion benutzt. Wenn Sie Opel fahren können, können Sie Opel fahren. Persil – da weiß man was man hat (Jaaaa… Persil eben, steht ja auf der Packung….) Die Softwarebedienung wird zum tautologischen Argument, die laienunfreundliche Insellösung zum Verkaufsargument. QXP benutzt also demnach nur, wer zu faul ist, sich neue Tastenkürzel zu merken. Leute wie Chee halt. Das im weiteren Text als Vorteil erwähnt wird, aufgrund dieser Vertrautheit würde die «zeitraubende Suche nach Kurzbefehlen» wegfallen, ist kaum weniger erfreulich. Ich kenne ein paar Leute, die seit Jahren mit QXP arbeiten und bei bestimmten Befehlen immer noch auf eine Shortcut-Card schauen müssen.
Ehrlich, ich habe alle meine QXP4-Befehle mit WONNE vergessen.
Und dann kommt das Kaufargument schlechthin. Wenn sonst nix zieht, dann geht man auf die Preisschiene Denn QXP kostet neu nur 1738 € brutto. Also etwa so viel wie die gesamte Adobe Creative Suite 2 Premium. Ein Paket mit Photoshop, Illustrator, Indesign, Acrobat und GoLive (das, zugegeben, kein Mensch so richtig verwendet). Na, wenn das kein Grund ist, bei Quark zu bleiben.
Das Quark am Schluß nach Erfahrungen mit unerwarteten, absurden oder schlimmen Projekten fragt, die die Leser einschicken sollen, damit Quark sie veröffentlichen kann…, läßt wirklich nur noch einen Schluß zu: Adobe hat diese Anzeigenserie finanziert, um QXP den Rest zu geben. Anders ist das nun echt nicht zu erklären. So schlecht darf Werbung sonst nicht sein. Eine echte Firma würde doch eher nach interessanten, spannenden und erfolgreichen Projekten fragen, gelle?
Gott, ich arbeite schon lange nicht mehr mit QXP und vermisse es nicht und irgendwie beschleicht mich ja oft die Ahnung, daß die meisten Agenturen ohnehin so bei 4 oder 5 mit den Updates aufgehört haben… und das auch nur, weil den Entscheidern irgendwie egal ist, womit ihre Mitarbeiter täglich zu kämpfen haben. Selbst obwohl Adobe die Entwicklung von ID künstlich etwas ausbremst und die Verschmelzung der CS-Komponenten langsamer geht als sie es vielleicht könnte, ist die Arbeit mit InDesign gegenüber Quark einfach gar kein Vergleich mehr. Porsche Boxter vs. VW Bully. Aber trotzdem… wir alle brauchen Quark. Und sei es nur als letzte Bastion gegen das totale Monopol von Adobe.
Also bitteschön, Jungens: Macht’s wenigstens eine halbwegs gute Werbung, wenn es schon mit der Software nicht mehr so klappt… ja?
Danke.
7. Juni 2005 13:44 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Right now. Wir leben mitten in der Zukunft. Wir können die Träume unserer Kindheit anfassen. Wer als Kind sein Plastik-Walkie-Talkie liebte, ist in der Cellphone-Gegenwart angekommen. Eine bizarre und gute Welt, geprägt von singenden Fröschen, von Telephonen, die zu Statussymbolen auf Schulhöfen und Managementmeetings mutieren, von iPods, die von ihren Besitzern liebevoll in Plüschtaschen aufbewahrt werden, von Elektrogeräten, die dich ganz persönlich beim Einschalten begrüßen. Eine Welt mit intelligenten Arphid-Geräten, mit geklonten Babies, intelligenten Viren. In der Challenger-Astronauten in einem kaleidoskopischen Feuerball explodieren und das US-Militär davon träumt, die Kampfrüstung von Iron Man real werden zu lassen. Eine Welt, die sich irrlichternd auf das zubewegt, wovon die SF-Autoren immer nur geträumt haben und die dabei zugleich glorios und alptraumhaft werden wird, wie es eigentlich ja immer auch schon klar war. In der wir gegen die Volkszählung protestiert haben, aber für 3% vom Einkaufspreis unser gesamtes Konsumverhalten nur zu gerne offen legen… In der eBay den Kapitalismus mit Kapitalismus bekämpft. Wir leben mitten in einer modernen Renaissance, in der Quantenphysik, Philosophie, Religion und Kunst wieder so nahe beisammen sind wie seit ewig nicht mehr. In der Programmer und Designer verschmelzen, Künstler und Produktmanager eine Zweckehe eingehen. In der verschiedene Bereiche, voneinander lernen, sich gegenseitig befruchten wie seit langem nicht mehr.
In der nicht zuletzt auch die Kunst immer technologischer wird. Architektur hat erstmals historisch die Chance, delirierend-visionäre Bauten zu kreiiern. Wir werden in den nächsten dreißig Jahre hoffentlich Bauwerke sehen, die mehr und mehr Ergebnis kranker Experimente und einer neuen Aufbruchsstimmung sind, die ermüdet ist von der Ordnung, von der Nutzfläche, vom Sinn. Bauten, die wir lieben und hassen können, die emotional sind, die eine Chance auf Geschichte haben. Die von winzigen, fraktalen Büros kommen, nicht von teuren 400-Mann-Strukturen.
Man muß freilich das Elend lieben lernen. Die Armut, die schlechte Immigrationspolitik, die Mißstände. Du mußt das Gute darin sehen. Guck dir Los Angeles an. Das ist das Ruhrgebiet in zwanzig Jahren, wenn alles gut geht. Ghettos, Armut, Gangs, Chaos. Und das ist gut so. Ganze Städte werden zu Ghettos mutieren. Das Ruhrgebiet wird zu einer einzigen großen Metropole verschmelzen müssen, die Städte werden unter dem Kostenzwang aufgeben, zusammenbrechen, kollabieren. Notwirtschaftszone werden sie es nennen. Entweder daß oder zusehen, wie die Region stirbt. Du mußt das Elend umarmen, die Nacht treten, bis sie Tageslicht blutet. Berlin wird müde und spießig sein, wenn wir so weit sind, und dann kommen Sie, die Künstler, die Wilden, die hier ohne Geld und ohne Regeln arbeiten, in den abgewrackten Fabriken hausen, in tristen Reihenhaussiedlungen arbeiten und werkeln. Nur im Elend schreibt man die besten Gedichte. Neues entsteht nicht aus dem Bürgertum. Und deshalb freut euch, wenn in NRW die Mittel nach und nach verschwinden, wenn Kultur und Kunst, Bildung und Infrastruktur zusammenbrechen. Wenn die Schlingensiefs von morgen hier etwas finden werden, was es so in ganz Deutschland nicht gibt. Wenn die Theater und Konzerte hier eine ganz neue Dimension gewinnen, gegen die Berlin kleinstädtisch wirken wird. Das Ruhrgebiet als größte Stadt von Deutschland, als brutaler stinkender Underground, als Moloch, als Monster. Das ist kein Dystopia, das ist die Chance, die wir haben. Sao Paulo, Shanghai. Bigger than Jesus. Vernetzt, untertunnelt, schneller und böser als jede andere Stadt in Europa. Das Gefühl, daß dir London, Paris und NY geben, dieses Love-me-as-I-am-or-Fuck-Off, das wird kommen. Es gibt für eine so große urbane Anballung gar keine andere Chance, langfristig. Es gibt keine Alternative. Je eher wir anfangen, umso besser.
Freut euch, wenn die Politik zusammenbricht. Wenn die großen Volksparteien kollabieren. Jetzt die SPD, morgen die CDU, die es nicht besser machen wird, nicht besser machen kann. Europa, abgelehnt. Nicht die Idee, aber die Bürokratie, die Politiker, die Beamten. Freut euch mit jeder sinkenden Wahlbeteiligung, mit jedem geplatzten Versprechen… das ist der lange, langsame Abschied eines Systems, das mit uns nichts mehr zu tun hat. Das unser Leben nicht mehr bereichert, unsere Visionen nicht mehr entfacht. Freut euch auf die oder den nächste(n) Kanzler(in)… beide sind bereits ausgebrannt, bevor sie ihr Amt antreten. Weil sie nichts bewirken können. Sie alle sind verbraucht, ausgelaugt… und man sieht es ihnen an. Politik bewegt nichts. Eichel erhöht die Steuern und die Steuereinnahmen SINKEN. Freut euch, daß es keine Alternativen gibt. Denn wir brauchen sie nicht mehr. Keine PDS, keine NPD. Die Politik berührt unser Leben nicht mehr. Sie machen Gesetze und wir umgehen sie, arrangieren uns, ignorieren sie. Tricksen. Dieses System, ganz dialektisch gedacht, ist am Ende. Und nur weil kein Gegenentwurf in Sicht ist, atmet es noch. Freuen wir uns auf das Neue. Freuen wir uns über spontane Volksbefragungen und Attac. Auf die kleinen spontanen Netzwerke, auf lokale Lösungen, ruhig auch auf die Demagogen. Die neuen Populisten sind nicht besser und nicht schwerer zu durchschauen als die alten, als die jetzigen. Freuen wir uns auf die Haiders dieser Welt. Sie machen das Leben doch bunter. Freuen wir uns auf Kanzlerin Merkel, auf lachsfarbene Kostüme, auf eine Politik, die selbst bei absoluter Mehrheit in Bundestag und Bundesrat langfristig nichts steuern wird. Die Politik kann nur besser werden, je schlechter sie wird.
Das Leben der Subkultur beschleunigt sich, unberührt von der Politik, längst. meine Teenagerzeit ist harmlos gegen den kommerziellen und sozialen Druck von heute. Die Drogen werden härter, der Sex kommt früher, die Kleidung ist teurer. Darüber kann man sich pädagogisch korrekt beschweren. Die Kindheit stirbt. Teens haben längst psychosoziale Probleme, die alptraumhaft sind. Positiv ist aber: Die Kindheit stirbt. Schneller und schneller befreien sich die Kids aus den Armen ihrer Eltern, werden zu urbanen Wesen, die mit Drogen und Sex ihren eigenen Weg aus der Perspektivlosigkeit suchen. Ein solider Prozentsatz bleibt dabei hängen. Aber ich hoffe, daß ein guter Prozentsatz von dieser Beschleunigung profitiert, daß die rein hedonistische Jugendphase nicht nur für Konsum und Status genutzt wird, sondern zunehmend auch für andere Zwecke. Wenn du mit Teens zu tun hast, verfliegt dein Bild von der Lost Generation. Sie sind klüger, schneller und gottseidank zynischer als viele Generationen vor ihnen. Sie haben nur das Kämpfen verlernt, sind weich geworden. Das aber wird die Realität ändern. Es wird eine Phase geben, in der die Teens versuchen werden, sich anzupassen, Assimilation, Mimikri, um jeden Preis einen Ausbildungsplatz, um jeden Preis einen Job, einen Platz in diesem System. Aber irgendwann sind es zu viele und sie werden spitzkriegen, daß Anpassung nichts mehr bringt. Egal, wie viel Spucke man sich in den Scheitel schmiert, egal wie sehr man sich verbiegt. Und dann lernen Sie, daß die einzige Strategie ist, sich treu zu bleiben, ehrlich zu sein, den eigenen Weg zu gehen. Hart zu arbeiten, eigene Ziele zu finden. Wenn Sie gelernt haben sich auf niemanden mehr zu verlassen, daß nur Tempo und Kreativität sie retten, das SMS-Schreiben-Können keine Qualifikation für irgendwas im Leben ist… oh, dann wird das spannend.
Wir leben in den 1920s. Varieté boomt, ob auf der Bühne oder in den Fratzenschauen im Fernsehen, in den Reality Shows wie in den extremeren Installationen der bildenden Kunst. Wir sind betäubt, wir suchen unseren Puls. Wir sind längst bereit, neue Grenzen zu suchen. Ja, alte Werte gehen verloren. Das Lesen. Das Kochen. Das Zusammenleben.. Die Ruhe und Sicherheit. Wir leben in einer seltsamen Risikogesellschaft, in der nichts mehr sicher ist. Und wir lernen, damit umzugehen, damit zu spielen. Während der Mainstream vor die Hunde geht, blüht die Subkultur wie selten zuvor. Während die Dudelfunk-Sender über rückgehenden Einnahmen klagen und die Musikindustrie (INDUSTRIE!) zwischen Angstkrämpfen und Machtgehabe wankt, haben wir längst eine der besten Independent-Szenen seit 15 Jahren, globaler und zugleich lokaler denn je zuvor, haben wir Internet-Radio, Podcasting, MP3-Blogs, Bands, die direkt eigenes Publikum online kennen. Manufakturen, kleine verschworene Gemeinschaften. Mundpropaganda. So intensiv, daß übernacht Alternative in den Mainstream kippt und zum One-Hit-Wonder mutiert. Daß Musiker, die keine CDs mehr vertreiben und über alternative online-Vertriebswege gehen, Grammies abkassieren. Das ist kein kleines Phänomen mehr. Das ist die Zukunft. Der Mainstream, auch wenn MTV das leider auch behauptet, stirbt.
Und so weiter. Im Schumpeterschen Sinne zerstört sich der Kapitalismus gerade fröhlich selbst, nicht um ganz zu verschwinden, sondern um anders neu zu erscheinen… und hinter den Brüchen im System entdecken wir keinen großen Gegenentwurf, keinen Marxschen Gesamtansatz, sondern das alltägliche Herumwursteln. Das winzige Netzwerk. Die Verweigerung, den eigenen Weg, einen weich abgefederten Anarchismus. Nicht als Big Idea, sondern weil es sonst nicht anders gehen würde. Das permanente Neu-Erfinden, die extreme Beschleunigung, wird zum Alltag werden und wir werden uns daran anpassen. Anpassen ist die eine Fähigkeit, die wir Menschen haben. Der Wohlstand wird sinken, aber die Kreativität wird steigen. Die Arbeitswelt der 50er bis 70er Jahre wird als Lebensmetapher verschwinden. Verschwinden müssen. Dafür wird etwas Neues entstehen, so ist das eben.
Denn die Zukunft kommt, so oder so, change is coming every day. Sie ist eigentlich schon da, immer da gewesen. Es gibt ja nun mal keine Gegenwart. Es gibt keine Sicherheit und an ihre dürre Fata Morgana glaubst du doch auch nicht mehr, oder? Es gibt nur Bewegung nach vorne. Das kannst du ablehnen, aber was bringt das schon?
Besser aber ist das hier:
Verliebe dich auf die Zukunft. Sie gehört dir.
11:02 Uhr. Kategorie Leben. Eine Antwort.
Die Vorsicht bringt uns alle um.
Evolution statt Revolution, Kontinuität statt Bruch, Konsens statt Kontroverse.
Software wird aktualisiert, aber nicht mehr grundsätzlich hinterfragt. Photoshop kriegt drei Effekte mehr, aber den Ballast von sieben Vorgängerversionen, das veraltete Interface, die Struktur… die bleibt. Wie wichtig es aber ist, ab und zu Software von Grund auf zu überdenken, zeigt schon der ja eigentlich auch vorsichtige Sprung von Pagemaker zu InDesign. Obwohl auch am bestehenden orientiert, ist ID deshalb die beste Layoutsoftware, weil sie komplett neu gedacht werden durfte (auch wenn die Entwickler viel zu sehr an Quark orientiert waren). Ich würde gerne Software sehen, die etwas wegkommt von den Strukturen, die wir gewohnt sind. Ja, das wird zuerst nerven, aber am Ende sind wir besser dran.
Wochen- und Tageszeitungen verlieren Leser. Aber niemand denkt grundsätzlich darüber nach, ob und wofür man Zeitungen, zumal regionale Tageszeitungen, überhaupt noch braucht. Aus und in Gewohnheit wird weitergemacht. Das eigene Weiter-so wird nicht hinterfragt. Vorsichtig bringt man mal eine neue Seite ein, die beim kleinsten Zeichen von Protest wieder verschwinden muß. Konsens, Konsens. Und immer an die alten Leute denken. An die Zielgruppen. Die aussterbenden. Und nie dran denken, daß jedes Milieu, auf das du dich einschießt, eventuell zehn andere und spannendere mit ausschließt. Selbstabschaffung auf Raten, der leise Rückzug des alten Mannes, der, den eigenen Tod vor Augen, sich im Leben seiner Umwelt immer weiter unsichtbar macht, um nicht so vermißt zu werden. Wenn die WAZ morgen nicht mehr erscheint… was, außer vielleicht den Wohnungsmarkt, vermissen wir dann? Wenn die FR morgen nicht mehr erscheint, die Zeit, die FAZ? Wenn man dieses eine Ding, das man dann vermissen würde, konsequenter ausbauen könnte… aber statt dessen werden die meisten Faktoren, die ein Blatt auszeichnen und einzigartig machen, zurückgefahren. Weil sie zuviel kosten und niemand merkt, was es bringt.
Je schlechter es der deutschen Architektur geht, um so vorsichtiger wird sie. Sucht Bauherren (und Anerkennung) im Ausland. Wer soll in Deutschland derzeit auch die Hochhäuser und Megaanlagen bauen, von den denen GMP, Teherani und Co träumen? Gleichzeitig masterplant Norman Foster in Duisburg. Muß ich das verstehen? Warum nutzen die deutschen Stars die Ebbe am Markt nicht, um losgelöst über neue Ansätze nachzudenken? Statt «weiter so» den Sinn von Architektur generell zu hinterfragen und zu einem neuen Architekturdenken zu kommen… nach Dekaden fast völligen theoretischen Stillstands in der Branche überfällig. Aber warum, wo man doch noch ein Hochhaus, noch eine Sportarena hochziehen kann? Full Circle zurück zu Machtarchitektur von Ägypten, Rom, dem Dritten Reich. Kathedralen des Kapitalismus hochziehen. Die Allianz-Arena. Das klingt ja schon nach modernem Gladiatorenkampf.
Der Buchmarkt bringt Jahr um Jahr, bei schrumpfender Leserschaft, immer mehr Schrott unters Volk. Die zur Oligopol-Struktur wachsende Verlagslandschaft erfindet immer neue fiktive Sub-Imprints (wie Page & Turner, hohoho), ohne dabei auch nur im geringsten zu verstehen, wie ein Erfolg entsteht. Wie Harry Potter zum Phänomen wurde. Aber wo keiner der erste sein will, wollen alle der zweite am Markt sein. Potter boomt? Laßt uns Fantasy-Bücher bringen. Die Flut der Potter-Klone ist nahezu beschämend. Lemony Snickett, selbst ein Potter-Derivat, wird fast 1:1 wieder on anderen Schreibern imitiert. Der Kochbuch-Markt ist zum Erschießen, die Ratgeber, die Bildbände. Alles gleich, alles eine Linie, eine Möbiusschleife. Man bringt es heraus, niemand kauft es, man verschrottet es ins Moderne Antiquariat und ruiniert damit die Gesamtpreise. Die Frage, wozu das Buch überhaupt noch gut ist heutzutage, ob man so weitermachen kann, was danach kommt, wie man vermarktet… Wurst. Nur die Hoffnung darauf, daß Elke Heidenreich ein Buch ganz toll findet und es in der Spiegel-Bestsellerliste landet. Weiter so, durch. Noch ein Hardcover, noch ein Softcover, kein Geld, keine Lust für neue Ideen, laßt uns lieber noch einen Effektlack auf dieses Kochbuch machen, das bringt mehr Absatz. Das große Sterben steht vor der Tür, aber niemand guckt durch den Türspion. Eine ganze Branche, die auf den bevorstehenden Wandel völlig unvorbereitet ist, like a rabbit in the headlights.
Apropos… die Musikbranche. Die hat’s fast schon hinter sich. Noch ein paar Jahre, so hofft man, schleppt sich das hin und dann ist’s vorbei. Das System ist das gleiche wie im Buchmarkt. sinnloses Regalfüllen, plagiatorischer Formatklau, keine Vorbereitung auf technologischen Wandel, keine Hinterfragung der eigenen Existenz. Die nächste Britney, der nächste Robbie. Kann man Klassik noch mehr Easy-Listening treiben? Kommt ein Country-Boom? Zielgruppengerechte Cover, mediale Verkoppelung, Deutschland sucht den Superstar, GZSZ. Hin zu den lokalen Bands, weg von den lokalen Bands. CDs müssen billiger werden, nein nein, teurer. Wir brauchen CopyProtection, nein nein wieder weg damit, unsere Absatzzahlenrauschen ab, doch doch wieder her damit aber etwas dezenter als DRM (man freut sich auf die Pentium-D-Baureihe). Das die Branche so derart von MP3 überrascht werden konnte, ist fast absurd. Denjenigen, der es am lautesten beschrieen hat, Tim Renner, den muß man schnell gehen lassen. Einen der besten Spürhunde der Branche, Dieter Gorny, hat MTV abgewickelt. Wie die Buchverlage fusionieren Plattenfirmen und TV-Sender und Musikmagazin-Verlage. Das Diktat der Krawattenträger, der Controller, des ökonomischen Sachzwangs, den es nie gab, der aber die Grundlage des Geschäfts, die Suche nach Kreativität und Neuem, ruiniert. Das Rockbands heute die Kinder anklagen, daß MP3-raubkopieren böse sei, hat etwas Absurdes. Punk is dead, offensichtlich.
Das deutsche Theater (und die Philharmonien), das selbst-bespiegelndste der Welt, das mit der staatlichen Subventionierung international beneidete Freiräume hat, verkommt zum Schwimmbad. Schuld ist oft und allemal das Publikum. Die «ihren» Brahms 1:1 so hören wollen, wie auf CD. Die gerne rausgehen und böse Briefe schreiben und Finger-fuchteln und schöne Käseglocken auf ihrer Kultur haben wollen. Für die Theater Bewahrungsanstalt sein muß, sei es auf der einen Seite von Goethe, Schiller, Shakespeare in ihrer reinsten Perückenform, eingefroren, eingelegt in Bernstein, öde wie tiefgefrorene Pizza, Disneytronic-Aufführungen ohne Zeitbezug. Oder für die Theater der ewige Sozialapparat sein muß, die in den 60er/70ern kleben geblieben sind, pubertär-kicherndes Pipikakatheater toll finden. Oder für die Theater, oft auf Macherseite, permanente «Kunst» bedeuten muß, Selbstverwirklichung ist, Feuilleton ohne Bedeutung. Jahr um Jahr überall in Deutschland die gleichen Stücke, überall ausgewogen zwischen Classics und modernen Ansätzen, überall in der Angst gefroren, die Abonnenten nicht zu verlieren, aber der Presse auch nicht zuuu anbiedernd zu erscheinen, nicht ganz auf Stadl-Niveau zu sinken. Die Intendanten wechseln gerade im Ruhrgebiet, grundlegende Fragen aber bleiben unbeantwortet. Wie automatisch wird das gleiche gemacht wie stets. Man führt Stücke auf. Dafür sind Theater da, oder? Man spielt Konzerte, dafür sind Philharmonien da… oder? Was sollte man sonst tun? Und wenn keiner kommt, muß man sehen, daß man eine Imagekampagne fährt, oder? Und.. Ein Saisonheft muß ja irgendwie sein, ein Jahresprogramm sollte vorher stehen. Die Ansprache sollte die gleiche sein wie immer, etwas anders, aber nicht naß machen beim Waschen bitte. Denken Sie an unser Publikum. Es gibt gar keine Chance etwas zu verändern für die Intendanten und Dramaturgen, die Marketingleute und die Autoren, der Konformitätszwang von allen Seiten ist viel zu hoch. Und in Zeiten permanent sparender, und somit erpresserisch arbeitender, kommunaler Haushalte, ohnehin. Wir sind noch nicht soweit, daß Armut wieder Kreativität zeugen wird. Außer beim Heranschaffen von Privatgeldern. Dann muß man auch an Anzeigenkunden denken, und sich kommerziell so platt machen, da es auch ein Autohausverkäufer irgendwie dufte findet und eine Anzeige schaltet. Und man verliert und verliert und verliert, bis nichts mehr übrig bleibt. Die Mitte der Straße, da geht’s hin… genau dahin, wo man meist platt gefahren wird. Denn das irgendwann die Frage kommen muß, warum wir so viele Kultureinrichtungen haben, wenn doch im Grunde alle mehr oder minder das gleiche bieten… ist vorhersehbar.
Das Ganze läßt sich nahezu endlos durchziehen. Die Angst, das Denken in Zielgruppen, in Sinus-Milieus, die Formatierung, die Quotierung, die Ökonomisierung. Am Ende sieht alles immer gleicher aus, immer uniformer, immer grauer, immer satter. Da darf man sich auch an die eigene Nase, an die eigene Arbeit fassen, das betrifft auch mich selbst. Zu satt, zu vorsichtig, Facharbeiter im Design-Bergwerk. Und die Generation junger Designer und Werber ist noch viel freundlicher, viel lieber, viel unkantiger, etabliert ohne je wirklich rebellisch gewesen zu sein. Vielleicht kann man heute auch nicht mehr rebellisch sein. Wogegen anrennen? Wogegen kämpfen, wenn auch die Rebellion längst Marktreflex geworden ist, ein Baustein des Identifikationsangebotes verschienster Markenwelten?
Wir leben in einer Welt, die zunehmend ihren Pathos verliert, geprägt von faden Politikern und kinnlosen Managern, eine Welt, die nicht mal wirklich konservativ ist, sondern vor allem bräsig. Keine großen Würfe mehr. Eine Welt ohne Herzblut, ohne Mut, ohne Brüche, ohne Angst, ohne Risiko. Die nicht mehr den Mond erobern will, nicht mehr die Meere besiedeln, deren Träume klein und schal geworden sind. Eine bürgerliche Mittelstandswelt, in der der Musikantenstadl Quotenbringer ist. Ein Land, das dich zwischen Jürgen Rüttgers und Peer Steinbrück zu wählen zwingt, zwischen Schröder und Merkel. Wobei das nur ein Detail ist, es ist nicht die Politik, die das Problem ausmacht. Es ist die allgemeine Müdigkeit. Der Mangel an Aufbruch. Wohin auch noch? Sind wir nicht angekommen? Haben wir nicht genug getan? Komm, mal zwanzig Jahre die Beine hochlegen und zusehen, wie andere arbeiten. Was den nun? Uns geht’s doch gut.
Uns geht’s gar nicht gut.
06:33 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
Film
Sky Captain > als visuelles Experiment per se sehenswert, für mich eher interessant, weil er wie kaum ein zweiter Film zu den Pulp-Wurzeln zurückkehrt, aus denen sich nahezu alle modernen Mythen nähren. Ob Batman, Superman, Indiana Jones, Star Wars, James Bond oder Hellboy… die Quelle des in den zwanziger und dreißiger etablierten wilden Ideen-Potpourris lebt bis heute fort. Sky Captain hat alles, was dazugehört, die toughe Reporterin mit Herz, den geheimnisvolle Held und seine treu ergebene Crew, die etwas eigentlich erotischere «andere Frau», die aber doch nicht des Helden Herz erobert, Nazis, Roboter, Monster… und das alles ganz herrlich wild auf einmal. Der Plot ist, wie sich das gehört, dabei völlig unwichtig. Mir tun die Darsteller etwas leid, die permanent im Blue Screen agieren müssen, und man merkt dem Film diesen Makel an, ebenso wie das nirgendwo wirklich hinführende Drehbuch, das aus der reinen Hommage selten herauskommt. Und die CGIs sind eben doch nicht immer so, wie man sich das gerne selbst vorstellen würde.
Eierdiebe > Habe ich etwas unwillig gesehen, Sandra mußte mich erst überzeugen, weil ich um deutsche Filme einen großen, großen Bogen mache. Tatsächlich ist Eierdiebe auch keine Komödie, sondern eine Art tragikomisches Kammerspiel, eigentlich ideal für eine Bühnenaufführung, und in diesem Kontext sehr annehmbar. Es gibt ein paar wirklich miese Wendungen, die allzu gut getimten Todesfälle etwa, zu viele und zu fehlplatzierte Slapstickeinlagen… aber dafür gibt es auch wunderbare Beobachtungen, Stille und einfach-mit-der-Kamera-draufhalten-können bei einer ziemlich guten Darstellercrew.Bemerkenswert ist hier vor allem der Vater des Protagonisten Martin Schwarz. Durchmischt, aber für einen deutschen Film überraschend gut.
Buch
Es kommt nicht darauf an, wer du bist, sondern wer du sein willst > Paul Arden, Ex- Executive-Creative-Dirctor von Saatchi & Saatchi, hat eine Art Dale Carnegie für Werbetreibende und Kreative geschrieben. Den Think-Positive-Grundkanon von Carnegie ergänzt er streckenweise um gruseliges Blendertum und eine solide Prise Opportunismus, vielleicht entgeht mir hier auch nur der britische Humor. Davon abgesehen gibt es streckenweise in dem extrem schnell durchgelesenem Büchlein Kurzweilige zu lesen, das man irgendwie immer auch schon selbst gewußt hat, wo es einen aber einfach freut, es auch mal abgedruckt zu lesen. Wie bei anderen Ratgeber-Büchern eben auch. Es macht einfach nur mehr Spaß als die meisten anderen Self-Improvement-Books, was vielleicht vage mit dem Hauptberuf des Autors zusammenhängen könnte :-D.
Ender’s Game > Ich habe Orson Scott Card lange vermieden. Zum einen, weil ich Saga-Autoren im SF-Bereich nicht sehr schätze. Die besten SF-Romane sind Einzelgeschichten oder, wie bei Asimov oder Gibson, nur im groben Kontext zueinander. Die meisten Saga-Autoren erzählen endlose Kolonialisierungs-Abenteuer, die wenig mehr bieten als den amerikanischen Pilger-Traum ins Weltall zu transferieren und die sich dabei meist in gruseligen Hard-SF-Platitüden ergehen. Der andere Grund ist, daß Card Mormone ist und seinen Glauben sehr intensiv in seine Romane einflechtet. Normalerweise kein Problem, aber gerade bei SF kann so etwas sehr schnell sehr anstrengend werden.
Ich weiß nicht, wie der Rest der inzwischen fünf oder sechsteiligen Ender-Saga, die Card 1977 begann und bis heute fortgesetzt hat (wenn auch inzwischen nicht mehr Ender selbst im Zentrum des Ganzen steht), ist, aber der erste Band, Ender’s Game, ist ein hervorragendes Jugendbuch, das man auch als Erwachsener gut lesen kann. Das Schicksal von hochbegabten Kindern und die intrinsische Unfairness jeder Lehr/Trainings/Combat-Situation werden hier schön mit einem klassischen Alien-Attack-Plot verwoben, der am Ende ganz anders ist, als es zunächst scheint. Spannend, ein paar nette Twists und Turns und dabei keineswegs so platt und dumm und vorhersehbar wie viele andere Bücher in diesem Twilightbereich zwischen Jugend- und Erwachsenenroman. Etwas Philiosophie und Politik eingestreut, für 1977 bzw. 1985 eine sehr clevere Vorwegnahme des Internets und politischer Foren. Kein zweites Stranger in a Strange Land und schon lange kein Philipp K. Dick, Harlan Ellion oder Roger Zelazny, ist das Buch trotzdem perfekt für ein nettes Weekend.
5. Juni 2005 23:43 Uhr. Kategorie Buch, Film. Keine Antwort.
«While RFID (Radio Frequency Identification) technology enables automatic non-contact and non-line-of-sight conveyance of product and logistic information, current RFID applications require that relatively expensive chips be imbedded in the ID tags, making item-level tagging impractical for most products,» stated Elie Housman, Chief Executive Officer of InkSure Technologies Inc. «Our goal is to develop multi-bit ‘chipless’ RFID tags that can be manufactured and applied to product labels at a cost of well below one cent each. Such tags offer far more speed, functionality and ease-of-use than traditional barcodes and have the potential to revolutionize brand protection and supply chain management on a global scale.»
Via Bruce Sterling
HDSchellnack um
3. Juni 2005 21:26 Uhr. Kategorie Technik. Keine Antwort.
Was ist deine Geburtstags-Pantone-Farbe? Nette (Marketing-)Idee. Ich bin Barberry, 18-1760, ein ziemlich magentalastiges Rot, powerful, sexy, intense. Was, kein Schwarz???
Hier…
via Coolios
21:26 Uhr. Kategorie Design. Keine Antwort.
Das Blog mutiert zum Tagebuch… der aktuelle Stand der Dinge ist das hier.

Im Grunde ein Schritt wieder zurück zum ersten Entwurf. Ich mag da allein sein, aber ich empfinde Faust II als zwar «heilender» als den ersten Teil, aber nun auch keineswegs so abgeklärt und undüster, die unterliegenden Thematiken sind nach wie vor da Die Maske ist ein Frauengesicht, eine Totenmaske vermutlich. Der «flammende Blick» taucht im Libretto auf, die kleine Fliege ist eine winzige Verneigung vor Mephisto, die Vögel vor den Himmelscharen. Den Scribble hat Tilmann heute abgenommen, muß natürlich noch Typo, Logos und all das dazu. Das Plakat könnte also mit etwas Glück morgen in Druck, schon fast zu spät, heute war Deadline.
2. Juni 2005 22:53 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
Kleines Abfallprodukt der Faustplakate ist eine ganze Serie von Bildern, auf denen René mit Wunderkerzen malt…



20:30 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
…um mal kurz Fons Hickmann zu zitieren. Neben allen anderen Sachen geht es weiter am Plakat der Philharmoniker… dieser Entwurf wurde auch abgelehnt.

Das Bild ist nur ein ganz grober Dummy, die Absage kam,als Stefanie und René gerade auf den Landstraßen hier nach echten toten Vögeln suchten :-D. Gott, irgendwie ist auf den Plakaten immer noch viel zu viel Text.
Aber ich glaube, gerade haben wir jetzt evtl. etwas gefunden, was vielleicht funktioniert. Später mehr.
In other news: das musik//politik-buch ist (endlich) fertig geworden. Leider wird das fertige Buch wahrscheinlich nicht so schön, wie es das Projekt eigentlich verdient hätte. Die Herausgeberin hat sehr viel Zeit und Liebe investiert und irgendwie ist es frustrierend, daß das fertige Produkt so eine gruselige Sparpackung wird, ohne jeden eigentlichen Sachzwang. Sehr schade. Viel zu wenig verdient und am Ende auch kein Portfolio-Produkt. Aber ich hab dabei zwei hochnette Menschen dabei kennengelernt, das ist die Sache allein schon wert gewesen.
17:27 Uhr. Kategorie Arbeit. Keine Antwort.
Zwei Tipps von Kurt Schrage, die ich nicht kannte und gern weitergebe.
Pixopolis und Fotobuch 24 drucken ziemlich preiswert Photobücher im Digidruck. Formate, Verarbeitung und so weiter sind leider sehr rigide vorgegeben, es werden nur JPG akzeptiert, d.h. ein ordentliches Layout mit PDF-Daten geht nicht, Papier ist leider meist glossy, Cover werden glanzkaschiert, nicht matt (damn)… aber bei aller Kritik ist 70 Euro für ein 112 Seiten starkes «Buch» absolut nicht zu verachten.
13:40 Uhr. Kategorie Technik. 8 Antworten.