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11″ MacBook Air

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Wo wir gerade bei Apple-Gadgets sind…Nach dem 13″ haben wir inzwischen auch das 11″ im Büro und es ist verblüffend, wie unterschiedlich die beiden Geräte sind. Hier ein paar Nachgedanken zum 13″-Air-Review:

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Das 11″ ist selbst in der Vollausstattung technisch spürbar unterlegen – langsamerer Prozessor, langsamere Front-Side-Bus-Taktung, weniger Flash-Speicher – und insofern keineswegs eine Maschine, an der man länger oder ernsthaft würde arbeiten wollen. Das verhindert schon der Bildschirm, der zwar eine ausreichende Auflösung von 1366 x 768 liefert, aber doch arg schmal wirkt. Selbst wenn man das Dock ausblenden lässt, hat man unwillkürlich ein leicht «geducktes» Gefühl bei dem Bildschirm, der mit 16:9 für seine Breite einen Hauch Höhe vermissen lässt. Adobes Creative Suite und iWork sowie nahezu alle anderen Applikationen laufen auf dem 11″ Air problemlos, durch die Flash-«Festplatte» wirkt das ganze sogar verblüffend schnell, aber spätestens, wenn man in Photoshop an Bildern arbeitet, merkt man den Unterschied auch ohne den Blick auf die Uhr – der 13″ fühlt sich einfach schneller, reaktiver an. Die um zwei Stunden kürzere Akkulaufzeit entspricht den Fakten, das 11″ Air ist deutlich schneller leergezogen als der größere Bruder.

hd schellnackWenig Gewicht, wenig Ports – mehr als das Nötigste gibt es nicht

Aber diese Nachteile wiegt die Größe auf. Obwohl das 11″ auf dem Papier kaum kleiner und leichter zu sein scheint als das ohnehin ja sehr leichte und kompakte 13″, ist der Unterschied gefühlt dramatischer als gedacht. Das 11″ ist ein bisschen länger als das iPad, hat aber exakt die gleiche Breite, ist kaum dicker (an der schmalen Seite sogar dünner) und wiegt nur knapp 300g mehr, was man im Alltag nicht wahrnimmt. Für ein nahezu vollwertiges Laptop ist das Air nahezu unfassbar leicht und klein, der Mitnahme- und Spaßfaktor ist noch einmal um ein vielfaches höher. Das 11″ Air bewegt sich an einer Grenze, an der es aufhört, ein Rechner zu sein und wie das iPad in den Graubereich zwischen «Computer» und «Gadget» eintaucht – nur, dass dieser Winzling eben nicht mit einem abgespecktem OS daherkommt, sondern mit den vollen Möglichkeiten von Snow Leopard.

hd schellnack11″ vs. iphone

Bei der Arbeit mit dem 11″ wird schnell klar, welche Logik hinter den Ankündigungen für Lion, Apples nächste Betriebsversion-Fassung steckt. Während das iOS-artige LaunchPad und auch die fensterfüllenden Programme auf einem 27″ iMac eher seltsam wirken dürften, kann ein 11″ Air diese Neuerungen exzellent vertragen. Schon mit Reeder for Mac und iPhoto merkt man, wie sinnvoll sich Touchscreen-ohne-Touchscreen in diesem kleinen Format anfühlen kann. Das 11″ ist ein seltsamer Grenzgänger, der eine Art iOS X vorwegzunehmen sein, eine Konvergenz von iPad und Macbook, die nur noch ein paar Softwareupdates und einen Touchscreen, den man ohne Tastatur nutzen kann, entfernt scheinen.

hd schellnack11″ vs. iPad

Auch beim 11″ bleibt die Abgrenzung zum iPad deutlich greifbar, die Clamshell-Logik, der fehlende Touch-Aspekt, die festgelegte Querorientierung lassen das Gerät als Reader nicht sinnvoll erscheinen. Filme gehen sicher ebenso wie Surfen – beides Dinge, in denen das iPad ebenfalls brilliert -, mit dem Unterschied, dass auf dem Air kein abgespecktes Internet ohne Flash vorgegeben ist und problemlos auch Nicht-Quicktime-ilmformate außer m4v gehen (auf dem iPad auch, aber nur mit Einschränkungen und auf Umwegen). Aber zum Schreiben, Termine planen, arbeiten Unterwegs, texten, konzeptionieren ist es ein wortwörtlich kleines Wunder, weil es – wie das iPad – den Charakter eine Fast-immer-dabei-Maschine haben kann, weil man vergessen darf, einen Rechner in der Hand zu halten, der es einem übel nimmt, wenn man ihn mal um 180° dreht. Aufs nötigste abgespeckt, ist das 11″ Air sicher die wortwörtlich zum Thin Client geworden. Nach der Installation der wesentlichen Werkzeuge hat man noch 80-90 GB zur Verfügung, was absolut alltags- und reisetauglich sein dürfte.

hd schellnackDünn wie das iPad

Schade ist, dass die Airs kein USB 3 unterstützen, das wäre nur zeitgemäß, Light Peak hin oder her (USB 3 sollte USB 2 ersetzen, Light Peak FireWire, ich hoffe da auf eine Art Koexistenz), zumal es die ersten kleinen USB3-Platten gibt (etwa die Rikiki von LaCie), die eine perfekte Ergänzung für die Airs wären. Deutlich schwerwiegender ist das Fehlen einer integrierten 3G-Lösung. Es hätte doch kein Problem sein dürfen, eine iPad-ähnliche Lösung auch für das Air zu verbauen, und sei es als Extra. Die Sache lässt sich mit einem E5-Mobil-WLAN problemlos umgehen, aber noch einen Hauch eleganter wäre natürlich eine integrierte Karte… oder aber endlich eine saubere Tether-Lösung für das iPhone, die ja mit der Marktöffnung möglicherweise irgendwann kommen könnte, wenn die Anbieter etwas mehr Service bieten müssen, um sich beim Kunden zu positionieren. Vor allem, da das Air sich für webbasiertes Arbeiten nahezu perfekt anbietet – und Apple ja selbst im Cloud Computing eine Zukunft sieht – ist der «Always Online» Aspekt ein großes Versäumnis. Mit 3G wäre das Gerät etwa für Verkäufer und Vertreter die perfekte Reisebegleitung, zumal gerade beim 11″ der Preis ja auch noch halbwegs im Rahmen ist.

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11″ vs. 13″

Wie beim 13″ also auch beim 11″ das Gefühl eines Übergangsgerätes, das einen Hauch Zukunft vorwegnimmt (nicht zuletzt die im April kommenden MacBookPros) und zugleich in entscheidenden Punkten doch noch in der Vergangenheit stecken bleibt, den letzten mutigen Schritt nicht wagt – wohl auch, um nicht völlig unbezahlbar zu werden. Dennoch kann man ahnen, wohin Jobs die Entwicklung des mobilen Computings wird treiben wollen. So oder so ist es spannend zu sehen, wie die Geräte einander überlappen, teilweise einander je nach Nutzerprofil völlig ersetzen können, und doch sehr eigene Nutzungsfelder wahren. Die richtige Allroundlösung fehlt offenbar noch. Bis dahin ist aber ist das 11″ MacBook Air ein entscheidender Sprung, wenn es darum geht, die Arbeit vom Schreibtisch in die Cafés, Bahnen und Wohnzimmer dieser Welt zu transportieren und den Charakter von kreativer und administrativer Arbeit in Zukunft weiter zu verändern.

9. Dezember 2010 17:07 Uhr. Kategorie Technik. Tag , . 7 Antworten.

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