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20. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
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Leserbrief aus Detective Comics, Januar 1970
14:19 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Comics, Zukunft. Keine Antwort.
18. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

17. Mai 2013 22:54 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
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16. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

14:43 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
15. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

17:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
14. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

So schön kann Alltagsdesign sein, wo man gar nicht damit rechnen würde: Bei McDonalds überrascht ein ansonsten sehr schön umspektakulärer Stapelstuhl durch ein durchdachtes Designdetail: Eine Aussparung für die Handtasche.
11:35 Uhr. Kategorie Design. Tag Vernacular. Keine Antwort.

Rodney Aschers Dokumentarfilm «Room 237» ist nur scheinbar eine Auseinandersetzung mit Stanley Kubricks Horrorepos «The Shining». Unter dem hypnotischen SOundtrack von William Hutson und Jonathan Snipes und der kaum minder suggestiven Bilderflut geht die tiefere Ironie Aschers fast verloren, aber man darf hoffen, dass es ihm in Wirklichkeit mehr um das endlose Spiegelkabinett Kubrick geht, um Filmnerds, um die zirkuläre, absurde Logik postmoderner Filminterpretation, die alles und nichts in ein Werk hineindeuten kann und noch für die abstrusesten Thesen Indizien zu finden vermag. So liefert «Room 237», benannt nach dem Tabu-Traumraum im Overlook-Hotel, ein Kaleidoskop von hermeneutischen Spaziergängen weniger in den Kopf des Regisseurs Kubrick als vielmehr in die Psychen der Betrachter, die scheinbar widerspruchsfrei in ein und demselben Film eine Abrechnung mit Hitler-Deutschland, dem Massaker an den Indianern, Kubricks angeblicher Verstrickung in einen Mondlandungs-Fake und eine Art Gesamtaufrechnung der menschlichen Geschichte entdecken. Als wunderbare Mogelpackung gibt Aschers Film keine Antworten, sondern stellt eher weitere Fragen, allen voran die nach der Verlässlichkeit von Filmbetrachtern, die einen vor- und rückwärtslaufenden Film übereinander lagern und aus diesem psychedelischen Experiment tatsächlich Anhaltspunkte für das Verständnis des Films suchen. Das Phantastische daran – im Kontext der Dokumentation wirkt jede noch so abstruse These absolut schl+ssig und plausibel, der Kreis ergibt von jedem Ausgangspunkt an gemessen überraschenderweise eben einen Kreis, die tautologische Analyse fordert dem Betrachter ein heimlich bewunderndes Kppfnicken an, einen stillen Respekt vor den leicht paranoid wirkenden, arbeitslosen Fans, die zu alt für dieses Hobby wirken und im Laufe der Dokumentation ein wenig Mitleid erregen. Die aus Anschlußfehlern ganze Deutungsgebäude zimmern, die sich von Geheimdiensten verfolgt fühlen, die Karten eines Filmsets aufzeichnen, das wie jedes zweite Filmset keinerlei inneren Logik und Architektur folgt.
Es ist ein Testament für die Wirkung von Kubrick und für die Beckettsche Doppelbödigkeit seiner Werke, dass eine solche nahezu religiöse Discokugel von «Lösungsansätzen» so plausibel und zugleich sinnlos nebeneinander stehend in eine Dokumentation passt, an diese Bandbreite würde heute wohl nur der noch kryptischere David Lynche heranragen. Und es ist die ultimative Verneigung vor Kubrick, das seine Filme anscheinend keine Fehler haben dürfen, sondern jedes noch so nachlässige Detail als Absicht gedeutet wird. Ein verschwundener Stuhl, ein falsch herum auf dem Teppich sitzender Danny? Alles Double Entendre des Regisseurs. Das Verteufelte daran ist, das «Room 237» den Betrachter eben mit den Suggestivwerkzeugen des Films in seinen Bann schlägt und selbst die absurdesten, unplausibelsten Thesen noch nachvollziehbar und schlüssig präsentiert und aus diesem doppelten Spiel, das zugleich respektvoll und entblößend ist, eine enorme Sogkraft entwickelt. Wie «The Shining» selbst ist auch die Meta-Dokumentation kein eindimensionaler, einfacher Film, sondern ein sich selbst reflektierender schillender Kristall, der erst bei mehrfacher Betrachtung seine Geheimnisse Preis gibt. Von dieser Art «Dokumentation» dürfte es gerne mehr geben.
10:52 Uhr. Kategorie Film. Tag Dokumentation. Keine Antwort.

10:48 Uhr. Kategorie Technik. Tag Fail, Software. Keine Antwort.
11. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

15:19 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.

10. Mai 2013 22:23 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
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9. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

Es ist eine stehende Regel des Blockbuster-Kinos, dass der zweite Teil exakt wie der erste zu funktionieren hat, aber größer und extremer zu sein hat. Zumindest die erste Hälfte dieser Regel befolgt «Star Trek: Into Darkness» präzise. J.J. Abrams und seine Autoren hauen mit der Souveränität einer Simpsons-Folge auf den großen «Illusion-of-Change»-Knopf, der bei allen Beteiligten alles jemals vorhergegangene auslöscht und absoluten Stillstand garantiert. Wenn es in Teil 1 der neu aufgelegten Serie um die Entwicklung von Kirk ging, der sich vom impulsiven ungehorsamen Hitzkopf zum verantwortungsbewussten Kapitän mauserte, so geht es im zweiten Teil um den impulsiven Hitzkopf, der erst lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Ging es im ersten Teil um die vertraute Buddy-Movie-Entwicklung zwischen Spock und Kirk, die als ungleiche Teile einer Münze lernen mussten, Freunde zu werden und einander zu vertrauen, so sorgt Teil 2 dafür, dass die beiden sich gleich zu Anfang wieder entzweien und den gesamten Lernprozess erneut durchlaufen müssen. «Into Darkness» hat seinem Vorgänger in Sachen Charakterentwicklung entsprechend nichts hinzuzufügen. Die Geschichte selbst ist gegenüber dem ersten Teil überraschend linear und simpel, nach der vertrackten Zeitreisen-Paradoxie sogar ausgesprochen banal. Es ist als habe jemand entschieden, dass an Teil 1 eigentlich alles grandios gewesen sei, nur die Story sei vielleicht etwas kompliziert geraten – ob man da vielleicht noch einmal etwas für die 14+-Zielgruppe machen könne? Und so hangelt sich «Into Darkness» von Explosion zu Schießerei und von Verfolgungsjagd zu Explosion, in einer so atemberaubenden Abfolge, das man diesen Film schon fast pornographisch nennen kann, wie dies bei vielen 3D-Filmen der Fall ist, die auf reine Schau- und Wow-Effekte setzen.
Die allerdings wenig überzeugen. Wie jedes rein visuelle Gimmick nutzt sich die Dreidimensionalität rapide ab und ersetzt keine erzählerische Phantasie. Es reicht nicht, der fünfte Film zu sein, in dem eine Großstadt in Emmerich-Manier in dramatisch herumfliegende virtuelle Betonfetzen gerissen wird. Es reicht ebenso wenig, Lichtreflektionen und andere Partikel in die Tiefe des Raumes zu projizieren. Wird der Tiefeneffekt nicht mit erzählerischem Gestus genutzt – wie etwa von Scorsese in «Hugo Cabret» – wirkt der Film interessanterweise eher flacher als ein zweidimensionaler Film, der nicht auf computergenerierte Überwältigung setzen kann und statt dessen auf erzählerischem Gebiet zu punkten versucht.
Der größte Vorwurf, den man dem zweiten Star-Trek-Streifen vielleicht machen kann, ist jedoch, dass er nicht an Science Fiction glaubt. In keinem Moment braucht dieser Film die Zukunft, nahezu jede Szene ließe sich ohne Umschweife in einen zeitgenössischen Actionfilm denken, ohne großen Eingriff in die Architektur des Films, Science Fiction ist auf reines Setdesign reduziert. Mit kleinsten Handgriffen ließe sich hieraus etwa ein solider Mission-Impossible-Ableger machen, dem hier lediglich die Star-Trek-Franchise nachträglich aufgedrückt ist. Ob Helikopter nun herkömmlich oder leicht futuristisch angehaucht sind, Verfolgungsjagden auf Zugdächern oder fliegenden Autos stattfinden – solche Unterschiede sind rein kosmetisch und verbergen kaum, dass wir im Kern ab jetzt wohl eine Art James Bond in James T. Kirk entdecken dürfen, was angesichts der ursprünglichen Inhalte der Serie ja durchaus nicht ganz unpassend ist.
Was alles nicht heißt, das Star Trek ein durchweg schlechter Film ist. Abrams gelingt ein atemloses, hochglänzend poliertes Blockbuster-Kino, das schier überwältigend (und insofern mitunter auch etwas ermüdend) ist, ein routinierter, perfekt photographierter Reißer, der ohne darstellerische Leistung und ohne tatsächliche Handlung auskommt und sich insofern nahtlos in das moderne Popcorn-Kino einreiht, bei dem es nicht mehr um rational nachvollziehbare Filmerzählung geht, sondern um einen primalen, eigentlich viszeralen Schwindeleffekt, eine Überfütterung der Sinne, eine körperliche Ohnmacht, an der Wagner seine helle Freude gehabt hätte. Von der Überzahl virtueller Licht-Blendeneffekte bis zum Bassgrummeln des Sounddesigns und der allgegenwärtigen nostalgischen Trek-Piepssounds – dieser Film will nichts geringeres als den Rausch, den Taumel im Gefühlsbad. Abrams versteht meisterhaft, das es hier nur um das Bedienen einer spezifischen Zielgruppe auf der einen Seite geht – den alten Trekkies – und das Gewinnen einer neuen Zielgruppe – dem verwöhnten adoleszenten Actionfilmpublikum mit seiner Sekunden-Aufmerksamkeitsspanne, und er erfüllt diese Mission mit chirurgischer Präzision. Wer diesen Film sieht, versteht, warum Disney diesen Mann für die Star-Wars-Serie verpflichtet hat, die auf den ersten Blick so anders ist als die Trek-Franchise. Abrams gehört zu dem kleinen Kreis von Profis, die Kinder geblieben sind, die ihren inneren Geek nicht gebändigt haben und entsprechend Filme macht für die kindgebliebenen Erwachsenen seiner Generation. Es macht durchaus Sinn, dass neben ihm nur Joss Whedon – wenn auch mit weniger kommerziellem Erfolg bisher – so gekonnt mit den nostalgischen Gefühlen seiner Generation jongliert, ohne dabei die Generation Facebook zu vergraulen – beide Regisseure folgen blind ihrem inneren Kind und vertrauen zugleich der Maschinerie um sie herum, die den kommerziellen Erfolg gewährleistet. Ein Film wie «Avengers» oder «Star Trek» kann schlussendlich kein Misserfolg werden, dafür sind diese Operationen zu kalkuliert, zu risikofrei geplant. Es wäre jedoch bemerkens- und vielleicht wünschenswert, wenn in diesem Genre endlich auch wieder Ausnahmefilme entstehen, die über Generationen hinweg eine Sogwirkung entfalten wie die Originale, auf denen all diese Remakes fußen, sie noch besaßen. Wenn also die Whedons und die Abrams dieser Welt mit der neuen Technologie und innerhalb des Uhrenwerks von Franchise-Filmen dennoch eine Art Eigenständigkeit und Handschrift entwickeln würden und nicht nur Spurenelemente davon.
13:55 Uhr. Kategorie Film. Tag ScienceFiction. Keine Antwort.

09:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
8. Mai 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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30. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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29. April 2013 22:12 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
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26. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

Auch wenn es noch nicht erschienen ist, gehört dieses Buch auf die Merkliste:
Andreas Uebele versteht es als Dozent anscheinend – ganz im Sinne eines Willy Fleckhaus – seine Kurse auf einen harten Kern engagierter Studenten zu komprimieren. Anders kann ich mir nicht erklären, dass an diesem studentischen Projekt am Ende nur noch vier Herausgeber übrig sind, Christian Fischer, Johannes Henseler, Ilona Pfeifer, Philipp Schäfer, die betreut von dem Stuttgarter Designer an der Düsseldorfer FH das Thema Internationale Verkehrsbeschilderung in Buchform gebracht haben. Das bei Niggli erscheinende Werk ist bemerkenswert, weil es weder ein Lehrbuch ist (obgleich geradezu manische Detektivarbeit darin steckt), aber auch kein rein studentischer Showcase-Band (obwohl absolut sehenswerte grafische Abenteuern zwischen den Buchdeckeln aus der Abstraktion und Spielerei mit der Signaletik stattfinden). Mit eröffnenden Texten von Typo-Größen wie Erik Spiekermann, Indra Kupferschmid, Florian Adler, Albert-Jan Pool und Sven Neumann ist «Schrift und Identität» einerseits hochgradig lesenswert, auf der anderen Seite ist fesselnd, wie die Studierenden aus dem vermeintlich eher trockenen Thema der Straßenbeschilderung in verschiedenen Staaten magische, wunderschöne und witzige Momentaufnahmen abgewinnen. Die 300 minimaoistisch-trocken durchgestalteten Seiten sind eine fesselnde Reise durch die nur scheinbar selbstverständlichen Orientierungsmodi anderer Länder, ein typographischer Tourismus erster Güte – und nicht zuletzt ein wahnsinnig und zugleich großartig anmutendes Studentenprojekt, das kommerziell so tiefgründig und gaga zugleich gar nicht denkbar wäre. Und hoffentlich, wenn es auf den Markt kommt, entsprechend viele Leser finden wird.




13:54 Uhr. Kategorie Buch, Design. Tag Typographie. Keine Antwort.
25. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

13:55 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
24. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

Identität und die Demontage dieser Gewissheiten ist das Thema der inzwischen fünften Ausgabe der Some Magazine. Das Heft ist, wie mit jeder Ausgabe, ein atemberaubender Mix aus souveränem Editorial, sparsam, sauber, fesselnd, und sanfter Experimentierlaune, die mit einer schönen Hinterlist immer wieder die Balance des Heftes zerstört, es vor allzu viel Ordnung bewahrt. Für eine studentische Publikation, man muss es auch beim fünften Heft wiederholen, wirkt hier nichts nach Sturm&Drang und Experiment, alles ist gekonnt und lässig, unfassbar selbstbewusst und absolut richtig – es gibt wenig Magazine, bei denen ich mit jeder Doppelseite so mitnicke und mich beim Umblättern freue an dem Flow, der virtuos die Kapitel von einander abgrenzt, der überrascht, ohne dich aus dem Rhythmus des Gesamtkonzeptes zu werfen. Some Magazine ist in jeder Hinsicht ein großer Wurf und ich freue mich jedes Mal, wenn die Redaktion es mir ungefragt zusendet, es ist ein echtes Geschenk, auf das sich im Büro alle stürzen. Nicht zuletzt, weil das SomeMag auch inhaltlich einfach immer gekonnte Redaktionsarbeit zeigt, dramaturgisch smart zusammengebaut ist, das eigene Thema erörtert und zugleich unernst in Frage stellen kann, den roten Faden hat, aber auch mit Freude verknoten kann. Wenn es so etwas wie eine «Brand Eins» für Design gibt, dann ist es sicher dieses Magazin, das Anzuschauen Lust macht und das aber – viel wichtiger – zu Lesen ungeheuer Spaß macht. Das Some Magazine ist – fast leider – kein theoretischer Blatt, kein Ort für Designdiskurs, aber die Art und Weise, wie es die jeweiligen Themen durch die Augen von Designern filtert und bricht – sozusagen die Textauswahl selbst Element des Designs ist (selten genug haben Designer Einfluss auf die inhaltliche Redaktion). Allein Robert Pfallers Text ist den Kauf des gesamten Magazines wert – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich kann mich mit jeder neuen Ausgabe, die erscheint, nur wiederholt in Richtung Burg Giebichenstein und in Richtung von Sven Voelker verbeugen (und natürlich vor den mitwirkenden Studenten, Künstlern und Schreibern), die seit der ersten Ausgabe stur ein im Kern unverändertes, aber spürbar wachsendes und dabei nie ermüdendes Design-Konzept beibehalten, und zeigen, dass Strenge und Überraschung, Rigidität und Abenteuerspielplatz kein Gegensatz sein müssen. Some Magazine lässt dich mit dem Wunsch zurück, das mehr (kommerzielle) Magazine, die nicht nominell «Design» auf der Fahne stehen haben, diesen Mix so phantastisch hinzaubern könnten.






18:38 Uhr. Kategorie Design. Tag Magazine. Keine Antwort.

Die 21. Ausgabe der Slanted dokumentiert die Unruhe dieses Magazins, das wieder einmal sein Format ändert (allerdings überraschend wenig am Design dreht, das in dem kleineren, eher buchartigen Format überraschend gut funktioniert) und auch inhaltlich den Fokus ändert. Denn es geht diesmal nicht um spezifische Schrifteigenschaften oder typographische Ordnungen, sondern im Mittelpunkt steht ein Land – Cuba, weswegen weite Teile des Heftes auch auf spanisch sind. Design, Leben, natürlich auch Typographie von Castros Zeitkapsel-Insel sind zu entdecken, ebenso wie urbane Aspekte von Havanna reflektiert sind und sich die Slanted über viele Texte auf verschiedenste Weise der Kultur des Landes nähert. Zum Vorschein kommt vor allem bei der Poster-Kunst eine seltsam zeitlos wirkende Gestaltung, die modern wirkt, aber doch aus vergangenen Dekaden zu wehen scheint, die brutaler und direkter, oft auch politischer wirkt. Als typographischer Reiseführer in die Fremde funktioniert die Slanted überraschend gut, und zugleich entkommt das Team um die Slanted-Veteranen Lars Harmsen und Julia Kahl der Sackgasse, in die das Magazin zu schlittern drohte – indem der Nutzeffekt des Magazins nahezu konsequent aus dem Heft, in eine Beilage, verbannt wird. So wird die Slanted nicht nur gestalterisch, sondern auch inhaltlich zunehmend zu einem Abenteuerspielplatz für die Macher – und das tut dem Magazin ausgesprochen gut, es macht nach wie vor Spaß, der Evolution dieses Anti-Magazins zuzusehen, das gedruckt unruhiger und lebendiger wirkt als so manche Onlinemedien.






14:28 Uhr. Kategorie Design. Tag Magazine, Typographie. Keine Antwort.

23. April 2013 17:46 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
22. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

21. April 2013 19:46 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Comics. Keine Antwort.
20. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
19. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

All Families are psychotic – diese einfache Wahrheit treibt seit ewig die Literatur an. Kevin Wilsons zweiter Roman Family Fang bereichert das Genre dysfunktionaler Familienromane um eine schöne Facette, die mit dem Älterwerden einer Generation von Autoren, Musikern und Künstlern der Sechziger Jahre an der Zeit ist – wie lebt es sich eigentlich als Kinder von Eltern, die an Wildheit kaum noch zu übertreffen sind? Wie wird man erwachsen, wenn man groß geworden ist an der Seite von Menschen, die «anders», eben außerhalb des Establishments, funktionieren? Wie fühlt sich das eigentlich also an, wenn dein Vater ein Polanski oder ein Tingueley ist?
Für Annie und Buster ist diese Frage keine Spekulation – sie sind die Kinder eines Künstlerpaares, das die Kinder nahtlos in öffentliche und bizarre Performances einbindet, die in Rückblenden den Kontrapunkt bilden zu dem heutigen Leben von Annie, die sich als Schauspielerin durchschlägt, und Buster, der als erfolgloser Autor von Artikeln für das Männermagazin »Potent« lebt. Von akuten Niederschlägen getroffen – eine Reihe von Skandalen und ein wütender Ex-Freund bremsen Annies Filmkarriere aus, Buster ist nach einer Gesichtsverletzung durch eine Kartoffelkanone aus seiner stagnierenden Autorenlaufbahn geworfen – landen beide wieder bei den Eltern. Als Caleb und Camille Fang allerdings bald darauf verschwinden, sind Kind «A» und «B» verunsichert – sind ihre Eltern wirklich verschwunden, vielleicht sogar tot… Oder sind die beiden Kinder wieder nur ahnungslose Mitspieler in einem neuen, noch geschmackloserem Kunstevent der Fangs? Von dieser Angst (und Hoffnung) getrieben, entdecken die Fang-Kinder die Vergangenheit ihrer Eltern und, fast nebenbei, die Spuren ihrer eigenen Zukunft.
Auch wenn der deutsche Buchtitel es suggeriert, Wilsons Buch ist keineswegs nur unterhaltend. Die dysfunktionalen Abenteuer der Fangs sind natürlich absurd und oft hochkomisch, aber Schicht um Schicht zeigt Wilson seinen Lesern den Preis, den die Installationen der Eltern von den Kindern fordern. Wilson erzählt klug von einer Kunst nach der Kunst, wie wir sie heute kennen, die vor allem auf Reaktion ausgerichtet ist, überraschen, schockieren oder aufwecken will, der Kreation fast misstrauisch gegenübersteht. Fang dreht die Performances etwa einer Marina Abramović nur einen folgerichtigen Tick weiter ins Abstruse, bis sie die Logik von Candid-Camera-Sketches erreichen… und fragt zugleich, wie das Leben extremer Performance-Künstler aussehen mag, ob es überhaupt noch Spuren von Normalität im Ausnahmeleben geben kann. Dass er diese Frage am Ende bejaht, als beide Kinder die Künstlichkeit ihrer Existenz erkennen, und aus ihren Erfahrungen unmittelbar Kraft für eigene – freilich deutlich bravere – künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspielerin schöpfen, mag nicht verwundern. Ein Buch wie Family Fang braucht ein Happy End und Wilson ist klug genug, dieses nicht allzu eindimensional oder berechenbar abzuliefern, im Gegenteil. Während Camille und Caleb im Feuer der eigenen Kreativität alles der Kunst unterstellen, am Ende nicht nur die Kinder sondern auch die gesamte eigene Identität, die sie bis an den Rande des Aberwitzigen nur für eine Performance aufzulösen bereit sind, schaffen Buster und Annie eine Fusion aus Kreativität und persönlichem Glück, die bescheidener und daher lebenswerter klingt. Es mag die Stimme des Autors selbst sein (wessen sonst?), die hier 1:1 durchklingt, wie an mehreren Stellen im Buch, etwa wenn nach etwa 2/3 des Romans Buster in der Schreibarbeit an seinem eigenen Werk etwas ratlos wirkt, wie er die beiden Kinder-Protagonisten seines Romans glücklich zurück ans Tageslicht bringen soll… eine Passage die nur zu gut zu der zeitgleich etwas ratlos herum flottierenden Handlung in der sozusagen darüber liegenden Schicht von Family Fang selbst passt. Und kaum hat Buster die rettende Eingebung, geht es auch in Wilsons Buch mit einer unerwarteten Deus Ex Machina-Lösung weiter – eine Sequenz, deren Konstruktion man noch am ehesten mit Charlie Kaufmans «Adaption» vergleichen kann.
Alles in allem ist Kevin Wilson mit The Family Fang die rare Sorte Buch gelungen, das unterhaltsam aber nicht banal ist und dessen Stoff sich dem ur-amerikanischen Thema Familie ebenso gekonnt annähert wie dem Minenterrain der modernen Kunst. Eingebettet in die meist flüssig vorwärtsdringende Handlung, die allerdings an einigen Stellen vom Autor in klassischer Detektivroman-Manier recht forciert wirkt, liefert das Buch immer wieder Sequenzen, die Wilsons Stärke als Erzähler von Kurzgeschichten unterstreichen. Einzelne Beobachtung, kurze Dialoge, absurde Situationen, die für sich oft stärker sind als das (ja durchaus gute) Werk insgesamt, gekonnt skizzierte Charaktere, die Wilson als guten Essayisten ausweisen. Die Geschichte der Familie Fang gibt kein großes Buch ab, aber sie ist vielleicht eine der besten John-Irving-Publikationen, die nicht von Irving selbst kommen.
19:08 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.

Manuel Gonzales Debüt «The Miniature Wife and other Stories» ist eine umwerfende Sammlung von Kurzgeschichten, die sparsam und trocken, ohne dabei allzu lakonisch zu werden, das Absurde mit dem Alltäglichen verknüpfen. Die Ideen seiner Geschichten scheinen P.K. Dick, Kafka, Lem oder Jonathan Carroll entsprungen zu sein, die Umsetzung hat aber die staubtrockene Fast-Ironie eines W.G. Sebald, einen kaum mehr wahrnehmbaren und genau darin offenbaren Humor. Gonzales «Magic Realism» belastet sich nicht mit Erklärungen und Gründen, wenn etwa ein entführtes Flugzeug runde 20 Jahre über Dallas im Kreis fliegt, winkt der Autor Fragen nach Benzin oder Ernährung mit den wunderbar beiläufigsten Erklärungen («perpetual oil») beiseite, denn die Frage ist für ihn nie, wie plausibel seine – eben selbstverständlich völlig unwirklichen – Ausgangsmomente sind, sondern wie sie sich konsequent entwickeln und entfalten. Das kann eine wunderbare Matheson-Farce sein wie in der Titelgeschichte, aber auch eine an Borges erinnernde beklemmende Surrealität kippen, wenn wir grund- und haltlos in Gonzales fremde Welten entrissen werden. Gonzales wechselt von einem an Roald Dahl auf Speed erinnernden, fast fröhlichen Stil so nahtlos zu doppelbödiger Ernsthaftigkeit und sparsamster Metaphorik, dass dem Leser Schleudertrauma droht.
Es ist kein Zufall, das Gonzales mitunter an den jungen Stephen King erinnert, der in den siebziger Jahren mit einem einzigen Halbsatz Figuren so sparsam wie treffend umreißen konnte, allerdings ist in Gonzales Geschichten das phantastische Element, das Kippen der Realität nicht Selbstzweck, sondern nur die Linse, durch die der Autor die Wirklichkeit betrachtet, indem er seine Protagonisten aus ihrer Safety Zone stößt. Obwohl durchaus zu Schockmomenten in der Lage, ist Gonzales zu talentiert, um «nur» Horror zu schreiben. Seine Literatur nutzt den Abschied von der Ordnung, die Entrückung aus der Balance, um mit klinischer Kühle in die Köpfe seiner Protagonisten zu blicken, die er mit der Präzision einer psychologischen Versuchsanordnung konsequent in die Irre laufen lässt. So wie Philip K. Dick aus der surrealen Grundidee durch eine Pokertisch-taugliche Ernsthaftigkeit dem Bizarren eine ganz eigene Folgerichtigkeit verlieh, funktioniert auch Gonzales – und erschreckenderweise eben auch die Wirklichkeit. Es sind Gesichten für die Zeit, in der wir leben, in der wir uns an Terrorattacken und Nuklearunfälle, an Roboter und Allzeit-Vernetzung mit einer Art Lässigkeit gewöhnen, die von außen betrachtet absurd wirken muss, von innen heraus aber die einzige Möglichkeit ist, weiterzubestehen. Dieses Konzept des Durchwurstelns auch unter den absurdesten Bedingungen schraubt Manuel Gonzales lediglich auf höchste Höhen – der Horror ist bei ihm die Normalität des Weiter-so.
10:28 Uhr. Kategorie Buch. Tag Belletristik, Horror. Keine Antwort.

18. April 2013 12:10 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.

17. April 2013 22:25 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto. Keine Antwort.
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15. April 2013 15:50 Uhr. Kategorie Leben. Keine Antwort.
14. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

19:30 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto. Keine Antwort.
13. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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12. April 2013 15:45 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
11. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

10. April 2013 13:05 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto. Keine Antwort.

9. April 2013 10:39 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
8. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
7. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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5. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
3. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

09:46 Uhr. Kategorie Photos. Tag Licht, pointandshoot. Keine Antwort.
2. April 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

1. April 2013 22:55 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto. Keine Antwort.
22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
31. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

13:43 Uhr. Kategorie Photos. Tag iPhoto. Keine Antwort.
30. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
29. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

28. März 2013 22:17 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
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27. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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26. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

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25. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
24. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

12:51 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
22. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
21. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.

19:35 Uhr. Kategorie Photos. Tag pointandshoot. Keine Antwort.
17. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
Sometimes, there’s a conflict between what someone reports they need and what they require.
Corinna Proctor, Engadget
19:50 Uhr. Kategorie Stuff. Tag Zitat. Keine Antwort.
14. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
13. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.
12. März 2013 22:00 Uhr. Kategorie Tweets. Tag Twitter. Keine Antwort.